Hollenbach    

Aus und vorbei

Hollenbach - Die Tage der Bauschuttrecyclinganlage der Gemeinde Hollenbach sind gezählt. Wie berichtet, laufen die Genehmigungen der Bauschuttrecyclinganlage und Grüngutannahmestelle im Sommer aus. Aufgrund der geringen Menge und der hohen Auflagen sei ein weiteres Betreiben der Anlage kaum möglich. Zu dieser "ernüchternden" Erkenntnis war nach einem runden Tisch im Landratsamt Bürgermeister Xaver Ziegler gekommen, schilderte er am Donnerstagabend den Gemeinderäten in der Sitzung.


Nachdem der Bürgermeister die "krassen Forderungen", sprich die Auflagen für eine solche Anlage und die Bedenken dagegen, ausführlich erläutert hatte, entschied das Gremium mit einer Gegenstimme (Therese Isele-Juraske), die Bauschuttrecyclinganlage mit Grüngutsammelstelle stillzulegen. Das Gelände - übrigens liegt dies auf der Gemarkung Hausen und gehört damit zum Markt Aindling, ist aber in Besitz der Gemeinde Hollenbach - wird rekultiviert. Dazu wird die 9820 Quadratmeter große Fläche geräumt und mit Humus aufgefüllt, auf dass dann darauf ein Laubmischwald gedeihe.
Und wohin jetzt mit dem Bauschutt? Man einigte sich auf eine Interimslösung mit Containern, die zum Beispiel an der Wertstoffsammelstelle stehen könnten. Auch andere Gemeinden würden so verfahren, wussten Ziegler und Zweiter Bürgermeister Michael Haas zu berichten und nannten Aindling, Obergriesbach, Todtenweis und Kühbach. Eine eigene Bauschuttrecyclinganlage sei ein "Luxus", den die Gemeinde Hollenbach jetzt 20 Jahre genießen konnte.
Hinter der angesprochenen Containerlösung stehen auch Überlegungen des Landkreises, die Zuständigkeit für Bauschutt wieder an sich zu nehmen, deuteten sowohl Haas als auch Ziegler an. Entschieden sei noch nichts, doch eine Zentralisierung der Bauschutt-Verwertung sei politischer Wille.
"Exotische" Anlage
Der Landkreis war in der Vergangenheit schon einmal zuständig für die Bauschuttentsorgung. 1981 war diese Aufgabe nach einem entsprechenden Kreistagsbeschluss auf die Kommunen übergegangen. In den vergangenen Jahren haben sich die Gesetze geändert, das habe zu einem Umdenken und entsprechenden Überlegungen geführt, dass der Landkreis die Sache wieder an sich nehme, schilderten Ziegler und Haas weiter.
Hollenbacher Bürger können jetzt noch bis Ende Juli ihre "exotische" Anlage (Ziegler) nutzen.

Von Ines Speck


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Veröffentlicht am 23.08.2019 23:00 Uhr




 

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