Hilgertshausen    

Mehr Platz für Gewerbe

Hilgertshausen - In Hilgertshausen soll ein neues Gewerbegebiet für Kleingewerbe entstehen. Das hat der Gemeinderat in Hilgertshausen jetzt beschlossen. Gebaut wird auf einer Fläche von 25 600 Quadratmetern zwischen Gumpersdorf und Thalmannsdorf nördlich der Staatsstraße 2337. Die hat die Gemeinde vor einiger Zeit erworben. Mit der 19. Änderung des Flächennutzungsplans ist jetzt der Startschuss für die weiteren Planungen erfolgt.


gewerbe-hilg
Am Ortsausgang von Gumpersdorf, zwischen den Lechner-Hallen und dem Recyclinghof im Osten, soll das neue Gewerbegebiet an der Staatsstraße 2337 entstehen. Foto: Josef Ostermair


Ziel der einstimmig beschlossenen Änderung ist nach den Worten von Bürgermeister Markus Hertlein die Schaffung von gewerblichen Baugrundstücken für ortsansässige Handwerks-und Gewerbebetriebe zur Stärkung der Wirtschaft. Die Gemeinde möchte so für die ortsansässige Bevölkerung vorhandene Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern sowie entsprechend der steigenden Bevölkerungszahlen planerisch Vorsorge treffen, um Ausbildungsplätze in Wohnortnähe zu erhalten.
Hertlein betonte in der Sitzung, dass der Gemeindeverwaltung bereits konkrete Bedarfsanfragen vorliegen. Deshalb soll die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche als Gewerbegebiet entwickelt werden. Die Fläche soll eine kleinteilige und flexible Aufteilung ermöglichen, damit auf die vorhandene Nachfrage bei der Parzellierung bedarfsorientiert eingegangen werden kann.
Für größere Betriebe gibt es immerhin bereits ein Gewerbegebiet im Norden von Hilgertshausen. Bei dem nun geplanten Gebiet wolle der Gemeinderat darauf achten, dass es sich gut ins Orts- und Landschaftsbild einfügt, zum nördlichen Landschaftsraum, zum östlich angrenzenden Tal und zur höher gelegenen Kirche St. Ursula angemessen eingegrünt wird.
Das Gewerbegebiet soll einen Lückenschluss zwischen den bestehenden Lechner-Hallen und dem Recyclinghof im Osten darstellen. "Besonders sensible Nutzungen, Wasser- oder Naturschutzgebiete oder andere fachgesetzliche Vorgaben sind nach einer ersten Grundlagenermittlung voraussichtlich nicht betroffen", versicherte der Bürgermeister dem Gemeindeparlament.
Das Gelände fällt von Norden nach Süden, und untergeordnet auch von Westen nach Osten hin stetig ab. Es liegt auf einer Höhe von maximal 488 Metern, der Tiefpunkt im Südosten auf 476. Gegenstand der Planung werde laut Hertlein auch die Auseinandersetzung mit dem sogenannten Anbindegebot sein.
Die Flächennutzungsplanänderung werde im voraussichtlich zweistufigen Normalverfahren mit Umweltprüfung gemäß dem Baugesetzbuch durchgeführt. Wenngleich man mit diesem Gewerbegebiet noch ganz am Anfang der Planungen steht, ist es kein Geheimnis, dass bei immer mehr Gemeindebürgern der Wunsch nach einem Supermarkt laut wird, wie man so einen Markt aus der Nachbargemeinde Jetzendorf kennt.
Hertlein wollte sich zu einer Aussage zugunsten eines solchen Supermarktes noch nicht festlegen. "Zunächst geht es uns nur darum, die erworbene Fläche als Gewerbefläche zu sichern", betonte der Bürgermeister. Noch keine Aussage über möglichen Supermarkt im Dorf

Von Josef Ostermair


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.


Veröffentlicht am 27.04.2022 17:43 Uhr