Hilgertshausen    

Ärger an der Ilm

Hilgertshausen - Mit großer Aufregung hatten Anwohner der Ilm in Hilgertshausen kürzlich zu kämpfen. Das kleine Flüsschen fließt von Westen kommend durch den Ort. Dort können Autofahrer sie mit einer Brücke überqueren. Genau diese Brücke wird ab Juni erneuert (wir berichteten). Allerdings ist den Verantwortlichen beim Staatlichen Bauamt in Freising bei den Ortsterminen nicht nur die in die Jahre gekommene Brücke aufgefallen. An der Ilm bemerkten sie einen Uferverbau mit Steinen.


Zu viele Steine an der Ilm?
Nicht ganz verbaut: Die Ilm in Hilgertshausen darf sich ihren Weg noch suchen, anliegende Grundstücke sind aber durch einige Steine vor Hochwasserschäden geschützt.
Josef Ostermair


Den hatte die Gemeinde kurz nach Bekanntwerden der Baumaßnahme an der Brücke vorgenommen. Das war zwar im Sinne der Bürger, deren Grundstücke an der Ilm anliegen. Das Staatliche Bauamt und die Untere Naturschutzbehörde (UNB) am Dachauer Landratsamt haben das allerdings anders gesehen. Nur wenige Tage, nachdem das Ufer gesichert worden war, erfuhren die Anlieger, dass die Steine wieder entfernt werden sollten. Die Ilm solle sich als Gewässer Dritter Ordnung im Ortskern frei entfalten können.
Wasserwirtschaftsamt und UNB waren sich da einig, und es kam zu einem Ortstermin mit den Anliegern und Bürgermeister Markus Hertlein. Zur Freude der Anwohner zeichnete sich allerdings ein Kompromiss ab: Nicht alle Steine, nur einige müssten weg. 

Von Josef Ostermair



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Veröffentlicht am 05.04.2021 14:51 Uhr