Dasing    

Lechnerwirt-Grundstück: Noch immer unbebaut

Dasing - Der Lechnerwirt war eines der ältesten Gebäude in Dasing. Ursprünglich trug das Anwesen an der Einmündung der Taitinger in die Aichacher Straße die Hausnummer 1. Nachdem die Gastwirtschaft aufgegeben worden war, ist das stattliche Haus mit angebautem Wirtschaftshof bereits seit gut einem Jahr abgerissen. Obwohl es einen Investor gibt, der hier ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichten will, ist davon, abgesehen von einer wassergefüllten Baugrube, noch nichts zu sehen. Wie geht es weiter?

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Bürgermeister Erich Nagl sagte Anfang Mai auf Anfrage der AICHACHER ZEITUNG, der Bauantrag habe etwas gedauert. Nun habe der Bauherr mit hochdrückendem Grundwasser zu tun. Dagegen müsse etwas unternommen werden, das erhöhe zudem die Baukosten. Die Gemeinde könne den Baubeginn nicht forcieren. Es wäre misslich, räumte Nagl ein, wenn an dieser ortsbildprägenden Stelle nicht gebaut würde. Nicht nur, weil die offene Baugrube keine Zierde fürs Dasinger Zentrum ist, die Gemeinde brauche auch die Wohnungen, die dort entstehen sollen.
Etwas später fragte unsere Zeitung noch einmal nach. Nagl teilte nun mit, der Bebauungsplan werde noch einmal geändert. Es gehe um die Balkone der Loggia-Wohnungen und die Auffahrt aus der Tiefgarage. Die sei zu steil und solle nun etwas flacher geplant werden. Das koste freilich dort den einen oder anderen Parkplatz. Es deutete laut Nagl aber nichts darauf hin, dass überhaupt nicht gebaut werde.
Der Münchner Investor sollte der AICHACHER ZEITUNG selbst Näheres zu seinen aktuellen Plänen mitteilen. Mehrere Wochen lang meldete sich aber niemand.
Die Dasinger verfolgen offenbar sehr aufmerksam, wie es mit dem brachliegenden Grundstück in der Ortsmitte weitergeht. Beim Bäckerwirt trifft unsere Zeitung Gesprächspartner. Zunächst wird gescherzt: Für die Enten sei das Lechnerwirt-Grundstück mit der wassergefüllten Baugrube doch gut; vielleicht könne man da auch noch ein paar Fische aussetzen. Stört die Männer, dass das Grundstück nun schon eine Weile brachliegt? Ein 68-Jähriger winkt ab: "Für's Ortsbild ist das nicht gut, aber ich rege mich nicht darüber auf." Ein 65-Jähriger, der sich als "Reing'schmeckten" bezeichnet, fügt hinzu: "Der Investor bekommt seine Preise nicht." Die Wohnungen seien zu teuer, bekräftigen auch andere am Tisch. "Aber der kann wohl abwarten", fügt der 65-Jährige hinzu. Einer hat gehört, mit dem Bau solle nicht begonnen werden, bevor sechs oder sieben Wohnungen verkauft sind. Im Internet haben die Männer gelesen, eine Wohnung solle 500 000 Euro kosten. Das sei für Dasing wohl doch zu teuer.
Von Andreas Alt


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Veröffentlicht am 19.07.2019 23:00 Uhr




 

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