Dasing    

Feuerwehr bleibt auf Kosten sitzen

Dasing - Die Gemeinde Dasing muss Maßnahmen ergreifen, damit ihre Feuerwehren weiter den angemessenen Kostenersatz für Einsätze auf der Autobahn erhalten. Diese hat nämlich bei den Versicherungen zunehmend das Nachsehen, erläuterte Bürgermeister Erich Nagl, zugleich Kassier der Dasinger Wehr, im Gemeinderat.

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Wenn eine Feuerwehr nach einem größeren Autobahneinsatz eine Rechnung schickt, weigern sich die Versicherungen nach Aussage von Nagl immer öfter zu zahlen. Sie zweifeln an, dass die Kosten richtig berechnet sind, und ziehen vor Gericht. Weil es der Feuerwehr schwerfällt, die Kosten nachzuweisen, schlagen die Gerichte dann häufig einen Vergleich vor. Die Versicherung hat dann ihr Ziel erreicht.
Nach Ansicht von Nagl wäre der bayerische Gesetzgeber eigentlich gefordert, Pauschalen festzulegen, die die Feuerwehr guten Gewissens einfordern kann. Dabei leisteten die Wehren rund um ihre Einsätze Arbeit, die sie gar nicht bezahlt bekämen, etwa ihre Geräte und Fahrzeuge hinterher wieder einsatzfähig zu machen. Verärgert ist er auch deshalb, weil die Richter der Gemeinde zwar sagten: "So geht's nicht", aber nie, wie es gehen kann.
Der Landkreis verlangt laut Nagl von den Gemeinden, die Gebühren der Feuerwehr neu zu berechnen und ihre Kalkulation offenzulegen. Dem will die Gemeinde Dasing nun wohl oder übel nachkommen.

Von Andreas Alt


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Veröffentlicht am 08.05.2019 23:00 Uhr




 

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