Dasing    

Immense Mehrkosten

Nach der Erweiterung des Feuerwehrhauses in Taiting wird nun auch die in Dasing teurer - diesmal geht es allerdings um deutlich höhere Summen. Ein Teil der Gemeinderäte war erzürnt: Erst vor etwa vier Wochen war der Haushalt 2019 verabschiedet worden, da sei aber von der Kostensteigerung noch mit keinem Wort die Rede gewesen. Die Schuld daran nahm Bauamtsmitarbeiter Karl Gamperl auf sich. Da der Gemeinderat den Eindruck hatte, die Mehrkosten für die Feuerwehr seien zum größten Teil notwendig, wurden die Pläne nicht abgelehnt. Die Mehrheit war aber dafür, dass die Mehrkosten in einer Sondersitzung genauer unter die Lupe genommen werden, bevor das Projekt grünes Licht erhält.

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Bisher war man für den Anbau einer Halle für drei Feuerwehrfahrzeuge von Kosten in Höhe von etwa 675 000 Euro ausgegangen. Nun sollen einige Arbeiten am bestehenden Haus für knapp 200 000 Euro und die Anlage von Parkplätzen hinzukommen. Insgesamt werden laut Gamperl damit 955 000 Euro fällig. Man rechnet mit einem Zuschuss des Freistaats von 82 500 Euro. Haid will unter anderem den Schlauchturm vergrößern, die Werkstatt verlegen, eine neue Schleuse schaffen, damit andere Feuerwehren selbstständig Schläuche abholen und anliefern können, einen Außenaufzug anbauen und die bestehenden Tore erneuern.
Mehrere Vertreter von CSU und den Aktiven Bürgern kritisierten diese Überraschung. Warum die Zusatzkosten bisher nicht auf den Tisch kamen, blieb zunächst unklar. Gamperl sagte schließlich, da er mit vielen Bauprojekten eingedeckt sei und diese Kosten erst 2020 und 2021 anfallen werden, habe er sie nicht gleich an die Kämmerei weitergegeben. Werde der Erwerb des Grundstücks für die Erweiterung miteinbezogen, steigen die Kosten aus Sicht von Anne Glas (Aktive Bürger) sogar auf über eine Million Euro. Wäre diese Zahl früher bekannt gewesen, dann hätte der Gemeinderat laut Glas wohl nicht zugestimmt. Johann Kügle (CSU) befürchtete, dass die Steuereinnahmen der Gemeinde nicht weiter wachsen, so dass die Erweiterung in den nächsten Jahren noch schwerer zu finanzieren wäre als jetzt. Martin Asam (CSU) war überzeugt, dass die Mehrkosten nicht zu stemmen seien.
Von Andreas Alt


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Veröffentlicht am 10.04.2019 23:00 Uhr




 

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