Baar    

Blasmusik zum Einstieg

Baar - "Ozapft is", verkündete Baars Bürgermeister Leonhard Kandler am Donnerstagabend und eröffnete nach zwei Schlägen das Brauereifest der Schlossbrauerei Unterbaar. Noch bis zum Sonntagabend geht es im Ladehof und den beiden aufgestellten Zelten hoch her. Höhepunkt wird auch diesmal die Prämierung der schönsten Maibäume der Region sein.


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Auf ein gutes Gelingen des 14. Baarer Brauereifestes stießen an (von links): Festwirt Günter Schmid, Kunigunde Ruisinger und Karola Schrettle (beide Blaskapelle Baar), Wolfgang Schmid und Rudi Kefer (beide SV Baar), Franz Freiherr Groß von Trockau, Albert von Eberle (technischer Leiter der Brauerei) und Baars Bürgermeister Leonhard Kandler. Fotos: Wilhelm Wagner


Gekonnt Spritzer-frei und, nachdem er bei den anstehenden Kommunalwahlen nicht mehr antritt, wohl auch zum letzten Mal in seiner Funktion als Bürgermeister, stach Leonhard Kandler das erste Fass an. Anschließend stieß er mit dem Hausherrn Franz Groß von Trockau, dem technischen Leiter der Brauerei, Albert von Eberle, Festwirt Günter Schmid sowie Kunigunde Ruisinger und Karola Schrettle von der Blaskapelle und den Vorsitzenden des SV, Wolfgang Schmid und Rudi Kefer, auf ein gutes Gelingen an.
Die Blaskapelle unter der Leitung von Vasyl Zakopets stimmte passend dazu den Bayrischen Defiliermarsch an und schon war die Stimmung im Zelt um eine Stufe angehoben. Zusehends waren die zum Startschuss noch freien Plätze belegt und eine knappe Stunde später kaum noch ein Platz frei.
Als der Brauereichef und bekennende Blasmusik-Fan dann noch auf die Bühne begleitet wurde und dort den "Böhmischen Traum" dirigierte, klatschte das ganze Zelt mit.
Die Idee, den drei Tagen Party einen gemütlichen Blasmusikabend voranzustellen, ist durchaus als goldrichtig zu bezeichnen. Die Bevölkerung nutzt diese Gelegenheit zu einem Bierzeltbesuch mit gemütlichem Ratsch.
Wie Franz Groß von Trockau in einem kurzen Gespräch erläuterte, ist das Brauereifest in Unterbaar auf das 400-jährige Jubiläum der 1608 gegründeten Brauerei zurückzuführen. Er habe sich lange gegen eine solche Veranstaltung gesträubt, so der Brauereichef, habe aber dem Druck der Kunden schließlich nachgegeben.
Um im Jubiläumsjahr 2008 nicht auf die Nase zu fallen, sollte es 2006 erst mal einen Probelauf geben. Dieser schlug aber so gut ein, dass aus dem Test eine Dauereinrichtung wurde.
Stolz zeigte sich der Baron auch, dass das Sicherheitskonzept bislang Wirkung gezeigt habe und sich Ausfallerscheinungen im Vergleich mit ähnlichen Veranstaltungen in Grenzen hielten.
Bewährt hat sich in Baar auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen. Nach dem Rückzug der Feuerwehr stellen weiterhin die Blaskapelle und der Sportverein einen Großteil des Personals.
Den 2012 als Versuch zunächst im kleineren Weizen-Zelt eingeführten Tag der Blasmusik bezeichnet der Baron als seinen Lieblingsabend. Der Träger der Fördermedaille in Silber des ASM ist glühender Anhänger böhmischer Blasmusik.
Nach dem Eröffnungsabend beherrschte am Freitag überwiegend jugendliches Publikum in Tracht das Geschehen. Für ordentlich Stimmung sorgte die Band Surprise.
Am heutigen Samstag wird wieder die Frage gestellt: "Wer ist der Schönste im ganzen Land?" Prämiert werden die schmucken Maibäume aus der Region. Den Siegern winkt wieder reichlich Freibier.
Die Partyband S.O.S wird das um 18 Uhr beginnende Spektakel musikalisch begleiten, das Zelt anschließend nahtlos in eine Partyzone verwandeln.
Am Sonntag gibt es dann noch einmal Stimmung mit Chlorfrei (Einlass ab 17 Uhr).

Von Wilhelm Wagner

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"Der Böhmische Traum" hieß die Melodie, mit der Brauereichef Franz von Trockau als Dirigent der Blaskapelle Baar das ganze Zelt zum Mitklatschen brachte.



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Veröffentlicht am 27.09.2019 23:00 Uhr




 

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