Baar    

"Zurück zu den Anfängen"

Baar - Der Einzelhandel in kleinen Gemeinden hat es nicht leicht. Geschäftsaufgaben und verkleinerte Angebote bestimmen schon jetzt viele Ortsbilder. Persönlich zu spüren bekommt das geänderte Konsumverhalten und die damit einhergehenden Herausforderungen derzeit Baars Bürgermeister Leonhard Kandler, Inhaber eines Edeka-Marktes.

edeka-baar-außenansicht

Gestern hat der Markt nach etwa eineinhalbmonatiger Umbauphase wieder neu eröffnet. Die Ladenfläche und das Sortiment wurden drastisch verkleinert.
Bisher führte der Laden im Baarer Postweg alles, was auch in anderen Märkten der Kette zu finden ist. Jetzt umfasst das Sortiment noch Brot, Backwaren, frische Wurstwaren, eine Kühltheke mit Milchprodukten und eine warme Theke.
Die Geschäftsfläche wurde außerdem von 500 Quadratmetern auf rund 60 Quadratmeter reduziert.
"Es war einfach nicht mehr rentabel", erklärt der Baarer Bürgermeister. "Die Leute wollen alle Geschäfte, kaufen aber nicht drin ein", gibt er zu bedenken. Das Einkaufsverhalten habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, Geschäfte in kleineren Ortschaften hätten ein hohes finanzielles Risiko zu tragen. Die sechs Kinder des Ehepaars haben sich daher dagegen entschieden, den Supermarkt weiterzuführen.
In der Vergangenheit hatten Leonhard Kandler (69) und seine Frau Adelheid (71) zudem mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die seien jetzt zwar überstanden. Doch die Arbeitsbelastung sei für ihn und seine Frau zu hoch geworden, erklärt der Bürgermeister. Aus diesem Grund entschied man sich für die Verkleinerung. Eigentlich wollte Leonhard Kandler ganz aufhören, hat sich dann aber von seiner Frau umstimmen lassen.

Von Nayra Weber Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe der AICHACHER ZEITUNG vom 8. Januar 2019.


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Veröffentlicht am 30.04.2019 00:00 Uhr




 

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