Augsburg    

Im Sommer in die Stadt

Augsburg - Die Temperaturen steigen, die Innenstadt füllt sich: Sowohl die Stadt Augsburg als auch die städtische Abteilung Augsburg Marketing wünschen sich, dass das Augsburger Zentrum heuer nach zwei Jahren Corona-Pandemie wieder mehr Besucher zählen kann. Dazu sollen auch zahlreiche Veranstaltungen beitragen. In diesem Jahr werden diese erneut unter dem Titel "Stadtsommer" unter einem "Dach", wie Oberbürgermeisterin Eva Weber es am Dienstag in einem Pressegespräch ausdrückte, gesammelt. Das Stadtsommer-Konzept war eigentlich aufgrund der Corona-Pandemie entstanden. Nun soll es aber auch künftig weiterhin zum Einsatz kommen.


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Die Maximilianstraße wird wohl auch in diesem Sommer zum Treffpunkt zahlreicher Stadtbesucher werden. Am Herkulesbrunnen gilt an den Wochenenden erneut ein Alkoholverbot. Foto: Laura Türk


Teil des Stadtsommers sind im Grunde alle größeren geplanten Veranstaltungen, darunter etwa das Modular-Festival, der Sommer am Kiez, das Rahmenprogramm zur Kanu-WM und das Straßenkunstfestival La Strada. Die Stadt selbst will die Innenstadt vor allem durch zusätzliche Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum attraktiver machen. Zu den Maßnahmen der Stadt gehört, dass die Maximilianstraße von Donnerstag bis Samstag abends und nachts erneut für den Autoverkehr gesperrt wird und in diesem Zeitraum auch der Alkoholkonsum rund um den Herkulesbrunnen verboten ist.
Auch die kostenlose Ausweitung der Außenflächen für die Gastronomie wird beibehalten. Die während der Corona-Pandemie für den Sommer in der Maxstraße geltenden Regelungen hätten sich laut Oberbürgermeisterin Eva Weber bewährt, denn es sei "ein großer Gewinn für die Aufenthaltsqualität", dass Fußgänger am Abend auch auf der Straße laufen können.
Künftig soll in der Maxstraße noch deutlich mehr ausprobiert werden. So geht es im Bauausschuss des Augsburger Stadtrats am Donnerstag erneut um das Projekt autoarme Maxstraße. Nächstes Jahr soll laut der vorgesehenen Beschlussvorlage ein zwölfmonatiger Versuch für eine Fußgängerzone zwischen Herkulesbrunnen und Merkurbrunnen starten. Autoarm statt autofrei lautet das Ziel deshalb, weil etwa Lieferverkehr und ÖPNV die Straße wohl weiterhin nutzen sollen - wie dies auch bereits in anderen Augsburger Fußgängerzonen der Fall ist. Corona habe dafür gesorgt, dass man vieles einfach mal ausprobiert habe, erklärte Weber. Das wolle die Stadt auch künftig tun - denn insbesondere das Projekt autoarme Maxstraße könne nicht einfach "auf dem Reisbrett" geplant werden.
Ebenfalls ein Versuch ist die Schaffung von zusätzlichen Plätzen, an denen sich Besucher ohne Konsumzwang aufhalten können. Zwei solche Orte sollen in diesem Jahr auf dem Stadtmarkt und am Martin-Luther-Platz angeboten werden. Am Bauernmarkt auf dem Stadtmarkt ist bereits ein Biergarten entstanden, in dem ausdrücklich auch mitgebrachte Speisen gegessen werden dürfen. Auch eine kleine Bühne entsteht dort. Eine attraktivere Gestaltung des Bereichs soll laut Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle noch folgen. Am Martin-Luther-Platz zwischen Karstadt und Annastraße soll es ab Anfang Juni einen Stadtstrand geben, auf dem sich ebenfalls jeder aufhalten kann.
Augsburg Marketing sieht die Dachmarke "Stadtsommer" für die Augsburger Veranstaltungen vor allem als Vorteil für die Besucher, weil es über die entsprechende Website einfach sei, sich darüber zu informieren, was in der Stadt ansteht. So könnten Augsburger und Gäste aus dem Umland auch auf Veranstaltungen stoßen, die sie sonst nicht besucht hätten. Noch ist das Programm unter augsburger-stadtsommer.de nicht komplett. Angekündigt sind unter anderem Veranstaltungen im "Kulturbiergarten" am Königsplatz, Konzerte im Brunnenhof, im Fronhof und auf der Freilichtbühne, die Lange Kunstnacht, eine Silent Disco am Willi-Brandt-Platz und Sport in der Stadt mit kostenlosen Yoga- und Swing-Kursen. Neue Plätze für Treffen ohne Konsumzwang

Von Laura Türk


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Veröffentlicht am 17.05.2022 17:13 Uhr