Augsburg    

Klinikum: So läuft die Genesung

Augsburg - Das Klinikum hat die zugesicherten 30 Stellen im Pflegebereich und die eine Million Euro, mit der die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte verbessert werden sollen, nun auch in seinem Wirtschaftsplan 2018 verankert. Eine interne Kommission arbeitet bereits an konkreten Lösungen, die das Personal im Alltag entlasten sollen. Für Verdi ist das allerdings nur ein "erster Schritt". Die Gewerkschaft sieht nach wie vor in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf.


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Auf dem Weg zur Uniklinik: 57 Millionen Euro will das Klinikum 2018 in Medizintechnik und Bau investieren. Foto: Helene Kuhn


Mehrmals hatten Mitarbeiter des Klinikums Augsburg im Herbst ihre Arbeit niedergelegt und waren für die Forderung nach Entlastung in Streik getreten. Der Krankenhausvorstand reagierte schließlich zum einen mit Sofortmaßnahmen, wie der Schließung der VIP-Station bis zum Ende des Jahres. Das dortige Personal wurde stattdessen auf anderen Brennpunkt-Stationen wie der Notaufnahme eingesetzt. Andererseits sicherte der Vorstand den Beschäftigten neue Pflegestellen zu sowie eine finanzielle Unterstützung für Maßnahmen, die die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessern sollen. Wie die Maßnahmen im Einzelnen aussehen sollen, darüber berät nun eine interne Arbeitsgruppe, die aus Mitarbeitern des Personalrates, der Verwaltung und der Pflege besteht. Diese soll einen "Fahrplan" entwickeln, der dann nach und nach in den Arbeitsalltag übernommen wird.
Nach den Streiks und Auseinandersetzungen zwischen Pflegepersonal und Klinikumsvorstand sind die Zugeständnisse des Klinikums "ein erster Schritt", sagt Stefan Jagel, Gewerkschaftssekretär für das Gesundheits- und Sozialwesen bei Verdi. Er gehe aber davon aus, dass das Personal trotz der zusätzlichen Stellen noch knapp sei.


Von Kristin Deibl


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Veröffentlicht am 02.01.2018 23:00 Uhr




 

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