Altomünster    

Weniger Unfälle, aber mehr Tote

Dachau - "Das Jahr 2020 ist Anwärter für das Jahr mit den wenigsten Verkehrstoten seit Einführung der bundesdeutschen Unfallstatistik 1953", berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Allerdings könne das vergangene Jahr statistisch mit den übrigen kaum verglichen werden. Die Corona-Pandemie samt verstärktem Arbeiten im Homeoffice, Angst vor Infektionen, Lockdowns sowie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen hätten die Mobilität im vergangenen Jahr verändert.


Das motorisierte Verkehrsaufkommen auf den Straßen ist aus diesen Gründen laut Polizei merklich zurückgegangen, über nahezu alle Verkehrsarten, Zielgruppen und Straßenklassen war ein Rückgang bei den Verkehrsunfallzahlen zu beobachten.
Im Landkreis Dachau ereigneten sich 2020 insgesamt 4128 Verkehrsunfälle. 2019 waren es 4814. Allerdings kamen heuer dennoch mehr als doppelt so viele Personen wie zuletzt ums Leben, insgesamt verstarben durch Unfälle zehn Menschen (sechs mehr als im Vorjahr).
In 543 der 4128 Fälle von Unfällen kamen Personen zu Schaden (2019: 628), 708 Menschen wurden verletzt (2019: 831).
99 Mal war erhöhte Geschwindigkeit der Grund für den Unfall, Alkohol war in 44 Fällen, andere berauschende Mittel in fünf Fällen im Spiel. Es ereigneten sich vier Schulwegunfälle.
725 Mal floss eine Unfallflucht in die Statistik ein.
Von 2011 bis 2016 ist die Zahl der Gesamtunfälle im Kreis Dachau stetig gestiegen (von 4066 auf 5005, in den folgenden drei Jahren war ein Rückgang zu verzeichnen (2017: 4833, 2019: 4814).


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Veröffentlicht am 21.02.2021 15:31 Uhr