Altomünster    

Master-Plan für Friedhöfe

Altomünster - Der große Friedhof der Marktgemeinde Altomünster ist ein Ort des Friedens, der Besinnung und Kontemplation. Er zeigt, wo wir herkommen und zeigt, wer wird sind - viele Gräber werden liebevoll gepflegt, oft in dritter oder vierter Generation. Doch manchen Friedhofsbesuchern bereitet er auch Mühen: Einige Kieswege sind mit Rollatoren schwer zu bewältigen, die Pfade zwischen den Gräbern sind teilweise zugewachsen.


Auffrischung für den Friedhof
Ein Kulturdenkmal ganz eigener Art: Der große Friedhof in Altomünster. Doch die Pflege der Wege stellt ein Problem dar, das demnächst angegangen werden soll.
Horst Kramer


Die Gemeindeverwaltung kennt die Probleme und hat dem Marktgemeinderat nun ein Konzept zur Sanierung der Anlage sowie der weiteren kommunalen oder von der Kommune verwalteten Friedhöfe im Altoland vorgelegt - Ausnahmen bilden die im Eigentum der jeweiligen Kirchenstiftungen stehenden Alt-Friedhöfe in Hohenzell, Pipinsried, Thalhausen und Wollomoos.
Der Plan: Zwischen 2021 und 2025 will die Gemeinde mindestens 100 000 Euro pro Jahr in die Friedhöfe investieren. In Altomünster geht es heuer los. Doch ob zuerst die Hauptwege gepflastert oder die Nebenwege besser begehbar gestaltet werden, ist noch offen. Für beide Vorgehensweisen fanden sich Anhänger, die Entscheidung wurde verschoben.
Noch dringlicher ist laut Amtsleiter Christian Richter die Sanierung der Mauer südlich und westlich des Leichenhauses sowie des Container-Platzes. Zudem wird die schon im September im Bauausschuss diskutierte Verschönerung des Pipinsrieder Friedhofs angegangen, mit einer neuen Wasserzapfstelle, einem neuen Grünabfallareal, der Sanierung aller Wege sowie einer Urnenstele. Zudem soll das große Kruzifix freigeschnitten werden.
Im kommenden Jahr geht es in Altomünster weiter. Außerdem steht der Oberzeitlbacher Friedhof auf dem Plan, ebenfalls mit einer Urnenstele, den Wegen und dem Kruzifix. Im Jahr 2023 folgt der kommunale Friedhof in Wollomoos, 2024 die Friedhöfe in Hohenzell und Randelsried. Alle Maßnahmen werden sich wohl über mehrere Jahre strecken, kündigte der Amtsleiter an.
Damit die Verbesserungen nachhaltig wirksam bleiben, müssen die Friedhöfe laut Richter intensiver als bisher gepflegt werden.
Gerade die Wege und Pfade verursachen einen erheblichen Aufwand, weil Gras und Unkraut zwischen Wegplatten nicht mehr mit Pflanzengiften bekämpft werden können. Stattdessen sei Handarbeit angesagt, meinte der Amtsleiter. 

Von Horst Kramer



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Veröffentlicht am 26.03.2021 16:57 Uhr