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Impfzentrum in Karlsfeld nimmt Betrieb auf

Dachau/Karlsfeld - Am Donnerstag hat das neue Impfzentrum der Johanniter auf dem Parkplatz des Karlsfelder Sees den Impfbetrieb aufgenommen. Mit dem 600 Quadratmeter großen Zelt sei man nun gewappnet für den immer stärker an Fahrt gewinnenden Impfbetrieb, sagte Jörn Osenbrück von der Johanniter-Unfallhilfe, der das Zentrum leitet. Zur Eröffnung waren auch Landrat Stefan Löwl (CSU) , Oberbayerns Regierungspräsidentin Maria Els und Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath (CSU), der auch Vorsitzender des Landtagsausschuss für Gesundheit und Pflege ist, sowie Vertreter der Johanniter Unfallhilfe und des weiteren Impfzentrums des BRK in Dachau gekommen.


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Das Impfzelt am Karlsfelder See hat einen barrierefreien Zugang mit einem überdachten Warteraum, Anmelde- und Besprechungsräume sowie drei Impfkabinen. Fotos: Franz Hofner

In einer Aufbauzeit von nur zehn Tagen wurde das neue Impfzentrum errichtet. In ihm können nun täglich 300 Personen aus Karlsfeld und überwiegend Gemeinden aus dem nördlichen Teil des Landkreises geimpft werden.
"Das Impfen kann nun richtig Fahrt aufnehmen", sagte Landrat Stefan Löwl. Rund 6200 Landkreisbürger haben bereits ihre erste Impfung bekommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein Großteil der Beschäftigten in Alten- und Pflegeeinrichtungen wurden bereits versorgt, soweit sie das wollten. In den kommenden Wochen erwarte man deutlich größere Lieferungen, sagte Löwl.
Für nächste Woche seien 2500 Dosen unterschiedlicher Hersteller zugesagt, so dass eine entsprechende Zahl an Impfterminen vergeben werden kann. In der ersten Märzwoche soll der Landkreis weitere 3300 Impfdosen erhalten. Zwar sei man mit dem Impfplan etwa drei Wochen zurück, doch mit den nun verfügbaren drei Impfstoffen wird es nun richtig losgehen. Dabei werden die Seren von Biontech und Moderna für die über 65-Jährigen verwendet, den Stoff von Astra Zeneca bekommen. Die Impfwilligen können sich den Impfstoff jedoch nicht auswählen. Auch die Hausärzte sollen bald in die Impfungen eingebunden werden, kündigte der Landrat an. Regierungspräsidentin Maria Els, die bereits das dritte Impfzentrum besuchte, lobte das Engagement der Johanniter und dankte für die Zuversicht, die sie mit ihrer Arbeit spenden. 

Seit 15. Dezember hat der Johanniter Hilfsdienst am Karlsfelder See eine Containeranlage in Betrieb genommen, wo bis zur Fertigstellung des Zeltes die Impfungen - wenn auch in bescheidenem Umfang - vorgenommen wurden. Die Container wurden nun durch ein komfortables, 15 Meter breites und 40 Meter langes Impfzelt ersetzt. Es gibt einen völlig barrierefreien Zugang mit einem überdachten und beheizbaren Wartebereich auf geteerten Flächen.
Mit den Erfahrungen aus der bestehenden Einrichtung wurde das neue Impfzentrum besser auf die Bedürfnisse der Besucher und die Gegebenheiten ausgerichtet, sagte Osenbrück. Dabei sei es den Johannitern besonders wichtig, dass sich die Impfwilligen hier wohlfühlen könnten. Der Neubau läuft mit einem Acht- Stunden-Betrieb an und wird Kapazitäten für rund 300 Impfungen am Tag bieten. Dafür steht ein Pool von mehr als 50 Mitarbeitenden und Ärzten in einem Zwei-Schicht-Modell zur Verfügung.

Von Franz Hofner


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Am Donnerstag war die Inbetriebnahme des neuen Impfzentrums der Johanniter am Parkplatz des Karlsfelder Sees mit zahlreichen Ehrengästen, die von Impfzentrumsleiter Jörn Osenbrück (rechts) begrüßt wurden. Landrat Stefan Löwl, Regierungspräsidentin Maria Els und Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath betonten die Bedeutung der neuen Einrichtung, damit die Impfung gegen das Virus richtig Fahrt aufnehmen könne.



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Veröffentlicht am 19.02.2021 17:17 Uhr