Altomünster    

Ein Hof zieht um

Oberzeitlbach - Das Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern soll mit einer neuen Baugruppe von historischen Gebäuden aus dem nördlichen Oberbayern eine Bereicherung erfahren. Dazu gehört ein Dreiseithof aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der in Oberzeitlbach stand und nun auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut wird. Am Mittwoch fand der Spatenstich statt.


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So sah die Hofanlage in Oberzeitlbach am ursprünglichen Standort bis 1979 aus. Das Wohnhaus ist das erste Objekt, das in der Baugruppe Oberbayern entstehen wird. In zwei Jahren soll es eröffnet werden. Fotos: Freilichtmuseum Glentleiten


Am Baufeld des Hofes aus Oberzeitlbach, dem ersten historischen Gebäude, das aus dieser Region wieder aufgebaut wird, griffen Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Regierungspräsidentin Maria Els, Museumsreferent Thomas Schwarzenberger und Museumsdirektorin Monika Kania-Schütz zum Spaten. Die ehemaligen Besitzer des Anwesens, Jakob und Anna Mair, wohnten dem symbolischen Akt ebenso bei wie der Bürgermeister der Marktgemeinde Altomünster, Michael Reiter. Das Freilichtmuseum Glentleiten erforscht, dokumentiert und präsentiert, wie sich das Bauen, Wohnen und Wirtschaften im ländlichen Oberbayern verändert hat. Dabei hat die Glentleiten als zentrales oberbayerisches Freilichtmuseum den politischen Auftrag, den gesamten Regierungsbezirk in den Blick zu nehmen. Das nördliche Oberbayern zwischen Ingolstadt,Dachau und Freising war bisher jedoch im Freilichtmuseum noch nicht präsent.
Bei der Hofanlage "Oberländer" aus Oberzeitlbach handelt es sich um einen Dreiseithof, der aus Wohnhaus, Remise und Stallstadel besteht, alles aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zu dem für die Region mittelgroßen Anwesen gehörten Äcker, Wiesen und Wald; angebaut wurden Getreide, Kartoffel und Rüben. Damit rückt eine für die Region typische landwirtschaftliche Nutzung in den Blick. Das Anwesen wurde bis 1979 bewirtschaftet. Als Erstes wird das Wohnhaus wiederaufgebaut. Gezeigt werden soll der Zustand vor 100 Jahren. In zwei Jahren soll das Wohnhaus zur Besichtigung geöffnet werden. Die Museumsbetreiber rechnen damit, dass das komplette Anwesen in sieben Jahren fertig sein wird.

Von Franz Hofner


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Veröffentlicht am 21.05.2021 17:10 Uhr