Altomünster    

Windkraft im Buchwald wackelt

Erdweg – Eigentlich konnte es niemanden überraschen. Mit den neuen Abstandsvorgaben der bayerischen Staatsregierung (Stichwort „10H“) wären alle Windkraft-Planungen im Dachauer Land Makulatur. Am Montag bestätigte das Landratsamt entsprechende Vermutungen bei einer Veranstaltung in der Erdweger Schulaula, bei der es eigentlich um den geplanten Windpark im Buchwald im Süden des Gemeindegebiets ging.


<p>Windkraft im Buchwald wackelt </p>

Staatsregierung will nur mehr küstennahe Parks fördern


Die Meldung war Wasser auf die Mühlen der Welshofener Windkraftgegner, die seit Wochen Stimmung mit Leserbriefen und Flugblättern machen, und befeuerte gleichzeitig ihre schlimmsten Befürchtungen: „Dann könnte es sein, dass bei uns die letzten Anlagen nach altem Recht gebaut werden“, meinte Hans Riepl, Vorstand der Bürgerinitiative „Unser Buchwald“ (die Namensähnlichkeit zur Hohenzeller Vereinigung „Unser Wald“ ist gewollt) zur Presse.

Er könnte richtig liegen. Denn sowohl die Umweltabteilungsleiterin im Landratsamt, Nicole Paulin, als auch ihr Baurechtskollege Alexander Krug machten den gut 400 Zuhörern in Erdweg klar: Wenn die drei geplanten Anlagen alle Auflagen erfüllen, muss die Behörde genehmigen. „Sonst könnten wir sogar auf Schadenersatz verklagt werden“, führte Paulin aus.

Tatsächlich sind die Erdweger Initiatoren schon ziemlich weit in ihren Planungen. Schallschutz- und Schattenwurf-Gutachten liegen vor, auch haben sich die Luftfahrtbehörden schon geäußert. Die Pläne mussten daraufhin nur leicht geändert werden. Zu den Gefahren des Infraschalls, der von den Anliegern immer wieder geäußert wurde, merkte die Umwelt-Beamtin an: „Nach dem heutigen Stand der Wissenschaften sind durch die Infraschall-Emissionen im Buchwald keine gesundheitlichen Auswirkungen in den umliegenden Ortschaften zu befürchten.“



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Veröffentlicht am 14.01.2014 17:43 Uhr



 
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