Altomünster    

Für die Ärmsten in Kenia

Altomünster - "Helfen, dort, wo es auch ankommt" - das ist ein Grundsatz des Altomünsterer Haus- und Allgemeinarztes Dr. Karl Kudorfer und auch der Ukunda-Hilfe. Schon in seiner Zeit in Deggendorf, wo er als Assistenzarzt tätig war, lernte Kudorfer Anneliese Jacquet kennen. Die beiden waren sich einig, dass man für die Ärmsten der Armen in der Dritten Welt etwas tun muss. Für Jacquet hieß das vor rund 20 Jahren, dass sie den Verein "Ukunda-Hilfe", der sich um Menschen im ostafrikanischen Kenia kümmert, gründete. Sie ist auch dessen Vorsitzende. Für ihr Bemühen um die Bildung der Kinder aus den ärmsten Schichten, um den Schulbau, die Renovierungen und den Bau von Wasserleitungen, ihre Unterstützung kleinerer Krankenstationen, Hilfe für Familien bei notwendigen Operationen und vieles mehr wurde Jacquet bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Für Dr. Kudorfer ist Jacquet ein Garant, dass alle Hilfe, die der Ukunda-Organisation zugute kommt, auch hundertprozentig und vor allem ohne Verwaltungskosten und sonstiger Abzüge dort ankommt. Kudorfer hat selbst im vergangenen Jahr unter anderem Trainingsgeräte und Ausstattungen für ein Kinderheim mit zerebral geschädigten Kindern gespendet. Außerdem unterstützt er seit vielen Jahren auch mehrere Kinder und Jugendliche als Patenkinder in der schulischen Ausbildung.
Heuer wird nicht nur die Arbeit der Ukunda-Hilfe auf eine harte Probe gestellt, sondern die Menschen leiden zusehends angesichts der momentanen Corona-Pandemie. Neben all den Einschränkungen und Schließungen, Ausgangssperren und dichten Grenzen geht es bei vielen Menschen an Kenias Küste, an der der Verein in erster Linie tätig ist, ums nackte Überleben.
Denn die Heuschreckenplage im Nordosten Kenias hat kürzlich massive Probleme ins Land gebracht. Vor einigen Wochen haben noch dazu heftige Regenfälle die wenigen möglichen Ernten im Küstengebiet vernichtet. Die Menschen haben auch keine finanziellen Mittel mehr, um noch einmal Samen zu kaufen. Dazu erreichen die Lastwagen mit Grundnahrungsmitteln aus dem fruchtbaren Hochland die Küste aufgrund der Reise-Einschränkungen verzögert, so dass die Versorgung mit Lebensmitteln für die Menschen an Kenias Küste äußerst schwierig geworden ist.

Der Verein Ukunda-Hilfe hat bereits Anfang April mit der Hungerhilfe in Kenia begonnen. So kann mit einem von ihm zusammengestellten Hilfspaket mit Grundnahrungsmitteln eine vierköpfige Familie rund zwei Wochen überleben. Dem Verein ist es dabei egal, welchem der 40 Stämme des Landes oder welcher Religion die Bedürftigen angehören. Wer durch Spenden mithelfen will, das Leid in dem 30 Kilometer von Mombasa gelegenen Küstenort Ukunda zu lindern, der kann dies über folgendes Spendenkonto tun: Verein Ukunda-Hilfe, IBAN DE08 7415 1450 0022 0542 33, Sparkasse Regen-Viechtach, BIC BYLADEM1REG. gh



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Veröffentlicht am 13.07.2020 16:29 Uhr



 
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