Altomünster    

Leitfaden für die Zukunft

Altomünster - Die Marktgemeinde Altomünster will künftig ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ausarbeiten. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach ausführlichen Informationen von Professor Christian Schiebel vom Ressort Städtebau der Regierung von Oberbayern-West zusammen mit der für den Landkreis Dachau zuständigen Fachfrau Franziska Klepper.

Konkret geht es um die Gemeindeentwicklung für Altomünster selbst und Stumpfenbach, da diese Gemeindeteile ohnehin schon fast zusammengewachsen sind und als ein Siedlungsraum betrachtet werden können. Bürgermeister Michael Reiter betonte, dass sich bereits der alte Gemeinderat und vor allem der Gemeindeentwicklungsausschuss in den vergangenen Jahren damit befasst hätten. "Heute lassen wir uns vorstellen, was es mit dem ISEK auf sich hat. Der Startschuss fällt aber erst in der Septembersitzung", lautet der Zeitplan des Gemeindechefs.
In seiner allgemeinen Einleitung erinnerte Professor Christian Schiebel daran, dass Altomünster schon in den 90er Jahren von der Städtebauförderung profitiert habe wie bei der Marktplatzsanierung oder in jüngster Zeit beim Umbau der ganz alten Schule. Ziel für dieses ortsplanerische Konzept seien unter anderem lebendige Innenorte und deren Erhalt sowie die geeignete Nutzung von ortsbildprägenden Gebäuden. Seit 49 Jahren gebe es die Städtebauförderung, wozu auch die Marktgemeinde aufgrund seiner Einwohnerzahl Anspruch habe, sagte Schiebel. Er machte kein Hehl daraus, dass er sich sehr über eine erneute Zusammenarbeit freuen würde.
"Es geht um die gesamte örtliche Planung und konkrete Lösungsansätze und darum, einfach etwas gemeinsam für den Ort zu entwickeln", erklärte Sachgebietsleiterin Franziska Klepper dem Gremium. Dazu sei es notwendig, eine Bestandsanalyse mit allen Stärken und Schwächen zu erheben, ein Rahmenprogramm für die Maßnahmen festzulegen und Schwerpunkte zu setzen, wie etwa die Entwicklung von Gewerbeflächen oder die sinnvolle Nutzung des Klosterareals. Es gehe auch um die Nutzung von Vorhandenem genauso wie um konkrete langfristige Maßnahmen und ebenso um die Behebung von Defiziten. Als wichtigste Aufgaben sah Klepper die Stärkung der Innenbereiche, den Klimaschutz und die Beachtung aller rechtlichen Grundlagen. Sie nannte Beispiele, die durch die Städtebauförderung bereits unterstützt wurden, wie die Sanierung des Mesnerhauses in Markt Indersdorf, das Wirtshaus in Erdweg oder den Umbau des Bahnhofs in Altomünster zum barrierefreien Jugendzentrum.
Viele Daten liegen zur Ausarbeitung für dieses Entwicklungskonzept schon vor, wie Verkehrsaufkommen, Flächennutzungsplan, Energienutzung, Gemeindedaten, Sanierungskonzepte sowie die vielen Ideenvorschläge der Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die teils schon umgesetzt wurden.

Von Gisela Huber



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Veröffentlicht am 30.06.2020 17:42 Uhr



 
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