Altomünster    

Von Freunden für Freunde

Altomünster - Um genau zu sein, waren es alle Freunde, die am Samstag zum "Stromlos-Fest" nach Altomünster gekommen waren: Freunde von Bekannten, von Vereinen, den Ungarn oder einfach Freunde von Altomünster, die immer wieder gerne in den Marktflecken kommen, besonders wenn sich wieder etwas rührt. Kulturreferent Dr. Bernhard Stöhr hat also wieder gut daran getan, dieses Fest nach seiner Premiere vor drei Jahren erneut anzuleiern. Außerdem passte es diesmal wunderbar zum 25. Jubiläum der Gemeindepartnerschaft mit dem ungarischen Ort Nagyvenyim. Zwei Busse voll von Gästen aus Ungarn sind dazu angereist, nebst Bürgermeisterin Katalin Kaiser.


Einzig das Wetter war es diesmal, das nicht so mitspielte, denn den Regen am späten Nachmittag "hätt's einfach net braucht", wie sich ein Teilnehmer ausdrückte. Kein Wunder angesichts der gepurzelten Temperaturen, dass scherzhaft auch nach Glühwein gefragt wurde. Aber gut verpackt, so ließ es sich auch diesmal am Marktplatz und drumherum aushalten, denn gut bedacht im wörtlichen Sinne hatten alle Vereine und Dorfgemeinschaften ihre Stände und Sitzplätze und die meisten hatten sogar für Wärmepilze, Lagerfeuer und dergleichen gesorgt. So wurde es auch ein Tag der Begegnung, der für alle Gefühlsregungen etwas dabei hatte.
Ziemlich emotional begann der Samstag schon am Vormittag im Innenhof vom Maierbräu. Hier stand schön geschmückt eine neue Vereinshütte, die Franz Göttler zusammen mit seinem Sohn Florian und einigen weiteren Helfern zusammengebaut hatte für die Freunde aus Ungarn. "Ich habe mir gedacht, dass es ein sehr schönes Zeichen wäre, für die Menschen aus Nagyvenyim, die wir als unsere Freunde bezeichnen, wenn wir ihnen ein Haus bauen. Zu einer Luxushütte hat es zwar nicht gereicht, aber wir wollen damit signalisieren, dass sie bei uns zu Hause sind und zu uns gehören." Tränen der Rührung flossen nicht nur bei den Nagyvenyimern über dieses schöne Geschenk, das Pater Bonifatius segnete, bevor der Schlüssel übergeben wurde.

Von Gisela Huber Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe der AICHACHER ZEITUNG vom 11. September 2019.


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Veröffentlicht am 18.09.2019 09:13 Uhr




 

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