Altomünster    

Arbeit im Untergrund Wie viel Energie verbrauche ich?

Altomünster - In Altomünster, Wollomoos und Thalhausen sollen heuer Kanalsanierungsarbeiten unter 24 Straßen durchgeführt werden. Fast alles "kleinere Maßnahmen", sagte Bürgermeister Michael Reiter (FWG) in der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres. Erledigt werden sollen die Arbeiten vorwiegend in "geschlossener Bauweise", also ohne dass die Straße aufgerissen werden muss.


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Bürgermeister Michael Reiter (rechts) und Amtsleiter Christian Richter präsentieren den neuen Klimamesskoffer, der nun im Rathaus ausgeliehen werden kann. Foto: Horst Kramer


Betroffen sind die Thalhausener Schmidbergstraße sowie der Markplatz im Hauptort und auch die Bahnhofstraße, Nerbstraße, Herzog-Georg-Straße, Pipinsrieder Straße, Asbacher Straße und Halmsrieder Straße sowie die Quartiere Am Brechfeld, Am Krautgarten oder An der Schwemme.
Im Wollomooser Hochweg ist der Kanal in einem "kritischen Zustand". Unter anderem rühre das von nicht fachgerecht angebundenen Stutzen her, von Rissen und aus den Kanalwänden ausgebrochenen Scherben. Die Kommune will im Zuge dieser Sanierung gleich die Straßenoberfläche erneuern lassen, die in einem "katastrophalen Zustand" sei, so formulierte es Geschäftsstellenleiter Christian Richter. In der Tulpenstraße soll die Fahrbahn einen neuen Bezug erhalten. Dort muss die Straßendecke sowieso aufgerissen werden, weil die Mischwasserröhren unter die Straße gelegt werden sollen.
Der bisherige Kanal unter den Privat-Grundstücken wird auf beiden Seiten versiegelt. "Um zu vermeiden, dass sich hier Ratten einnisten", erklärte Richter. Die beiden Projekte in Wollomoos veranschlagt die Verwaltung auf 135 000 Euro brutto. Die weiteren 22 Vorhaben werden zusammen rund 150 000 Euro kosten. Alle Arbeiten sollen in diesem Jahr über die Bühne gehen.
Die Hohenzeller Gemeinderätin Martina Englmann (CSU) erinnerte an die Kanalsanierungen in ihrem Ortsteil. Richter stellte klar, dass die Kanalisation in allen Dörfern und Weilern des Altolands Zug um Zug saniert werde.
Manfred Keller (FWG) wollte wissen, wie der Stand der privaten Befahrungen sei. Der Rücklauf liege bei 20 bis 30 Prozent, antwortete der Rathauschef. Rund 65 Prozent seien noch nicht befahren. Ein gewisses Problem stellten die personellen Kapazitäten der Fachfirmen dar, ergänzte Richter.

Von Horst Kramer Altomünster - Das Altomünsterer Rathaus verfügt nun über einen Energiemesskoffer, den sich die Bürger ausleihen können.
In der Novembersitzung des Bauausschusses hatte Marianne Kerle (CSU) auf ein derartiges Angebot der Stadt Aichach aufmerksam gemacht. Daraufhin regte das Gremium die Anschaffung eines eigenen Koffers an. Nun stellten Bürgermeister Michael Reiter (FWG) und sein Amtsleiter Christian Richter das Exemplar vor.
Der Koffer beinhaltet ein digitales Thermo-Hydrometer zum Messen des Raumklimas, einige LED-Leuchtmittel zum Ausprobieren, einen digitalen Energiekostenmesser und Stromverbrauchszähler, um den eigenen Verbrauch zu bestimmen. Außerdem gibt es ein Kühlschrankthermometer und ein Infrarotthermometer zum Entdecken von Wärmebrücken sowie diverse Verlängerungskabel. Die Bedienungsanleitungen sind in einem Ringbuch zusammengefasst. hok


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Veröffentlicht am 25.01.2023 18:11 Uhr