Aindling    

Eltern in Aindling reagieren besonnen

Aindling - Es war ein alles andere als normaler Sonntagabend für Brigitte Beck. Gegen 21 Uhr klingelte das private Telefon der Rektorin der Aindlinger Grund- und Mittelschule mit der Mitteilung, dass das Gesundheitsamt für eine 2. Klasse der Schule am Lechrain eine 14-tägige Quarantäne angeordnet hat. Nachdem sie die Nachricht erhalten habe, so Brigitte Beck, habe sie die Eltern der betroffenen Schüler informiert. "Da haben einige natürlich schon überrascht reagiert, spätabends die Nachricht zu bekommen, ihr Kind geht am nächsten Tag nicht in die Schule", berichtete die Schulleiterin gestern. Doch am Ende habe alles sehr gut funktioniert.


Seit Montag, 14. September, befinden sich 25 Kinder der zweiten Jahrgangsstufe samt Klassenleitung in Quarantäne. Der Anlass dafür war die positive Testung eines Schülers/einer Schülerin auf das Coronavirus (wir berichteten).
Das positive Testergebnis des Schülers wurde dem Aichacher Gesundheitsamt am Sonntag gemeldet. Wie der Sprecher des Landratsamtes, Wolfgang Müller, am Montag mitteilte, wies der Schüler/die Schülerin keine typischen Symptome auf. Rektorin Brigitte Beck bleibt deshalb auch relativ gelassen: "Das bedeutet für uns keine Katastrophe. Es war zu erwarten, dass dergleichen nach den Ferien irgendwo passiert. Nun hat es eben uns getroffen, aber so lange die Infektion nicht schwer verläuft, ist alles in Ordnung."
Ein großes Lob spricht Brigitte Beck dem Gesundheitsamt aus und dem zuständigen Behördenleiter Dr. Friedrich Pürner. Das Amt habe die Eltern der betroffenen Klasse am Montagabend ausführlich informiert. Dem kann sich Benjamin Schröter, Vorsitzender des Elternbeirats der Aindlinger Grundschule, nur anschließen. Der Elternbeirat sei in der Sache zwar nicht hinzugezogen worden. Was er mitbekommen habe, so Schröter, halte sich die allgemeine Besorgnis aber in Grenzen, "es gab keinen Aufschrei", erklärte er gestern gegenüber unserer Zeitung. Den Eltern sei eher daran gelegen, dass ihre Kinder die Schule besuchen können, die Angst vor Ansteckung stehe eher im Hintergrund. Verständnis hat Schröter auch dafür, dass die Eltern der weiteren drei Grundschulklassen sowie der Elternbeirat nicht gesondert informiert wurden. Das sei aus datenschutzrechtlichen Gründen durchaus nachvollziehbar.

Von Thomas Winter



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Veröffentlicht am 15.09.2020 16:48 Uhr



 
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