Aindling    

Vorstand weiter unterbesetzt

Aindling - Der Versuch, Vorstände für Finanzen und Geschäftsführung zu finden, scheiterte bei der jüngsten Mitgliederversammlung des TSV Aindling erneut. Sie fand im Sportheim - unter Einhaltung aller Hygieneregeln - statt, nachdem sie im März wegen Corona ausfallen musste. Insgesamt 50 Mitglieder fanden sich dazu ein. Präsident Ludwig Grammer ging in seinem Jahresbericht auf die Unterbesetzung des Präsidiums ein, die Finanzen werden derzeit von ihm selbst erledigt.


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Soll die Fußballer des TSV Aindling wieder in die Spur bringen: Trainer Christian Adrianowytsch (links) kam vom TSV Hollenbach. Bisher sind die Vereinsoberen zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung auf die Restsaison. Foto: Siegfried Kerpf


Er wollte den einzelnen Berichten nicht vorgreifen, sprach aber trotzdem darüber, dass die Situation im Fußball derzeit nicht positiv sei. In den Abteilungen stagniere das Vereinsleben, teils wegen Corona, teils vermutlich aber auch aus mangelndem Interesse. Einzig aus der Abteilung Tennis könne Positives berichtet werden. Im Rückblick erinnerte Grammer an das Mitwirken des TSV beim Marktfest, im September 2019 hielt der Verein sein Funktionärstreffen im Sportheim ab, war beim Weihnachtsmarkt dabei und bei der Weihnachtsfeier im vollen Sportheim wurden einige Mitglieder geehrt.
Das Sportgerätelager sollte oberhalb des Platzes 2 gebaut werden, doch das wurde nicht genehmigt, wie Grammer zusammenfasste. Immerhin konnte eine Alternative gefunden werden. Es wird am Stadion auf die derzeitigen Parkplätze für Behinderte gebaut, die Größe beträgt 10,5 auf 7,5 Meter. Das Lager wird bis zur Einfahrt ins Stadion gebaut. Dabei soll möglichst viel in Eigenarbeit erledigt werden. Über den neuen Standort stimmte die Versammlung ab und war einstimmig dafür. Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen.
An der Instandhaltung des Geländes wurde ebenfalls gearbeitet. Der Geräteschuppen am alten Sportheim wurde abgerissen, die Kanäle auf der Sportanlage wurden durchgespült, eine neue Enthärtungsanlage eingebaut, die Plätze generalüberholt, auch Elektroarbeiten wurden von Josef Pilz und Anton Stollreiter durchgeführt. Die Plätze werden von Joachim Grammer, Franz-Josef Kronenberg und Roland Wackerl gepflegt, die Grünanlagen sind in guten Händen bei Bernhard Thrä und Harry Bittner.
Wirtschaftlich steht der Verein mit seinen aktuell 748 Mitgliedern sehr gut da. War 2011 noch ein hoher sechsstelliger Betrag zu tilgen, werde der TSV in den nächsten Jahren ohne Verbindlichkeiten da stehen.
Einzig die Gaststätte bereitet Sorgen, nachdem der Pächter im Januar über Nacht ausschied. Seither wird sie in Eigenregie zweimal wöchentlich geöffnet, dennoch werde ein Pächter gesucht. Im Jahre 2021 soll der 75. Geburtstag des Vereins gefeiert werden.
Bürgermeisterin Gertraud Hitzler dankte den ehrenamtlich arbeitenden Vereinsmitgliedern. Sie appellierte an die Jüngeren, sich in die Vereinsführung einzubringen.
Josef Kigle trug kurz die Planungen und Ideen für die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen im nächsten Jahr vor. Man möchte im Februar mit einem Festabend und geladenen Gästen beginnen, im Sommer sollen dann am 17. und 18. Juli an zwei Tagen viele sportliche Ereignisse stattfinden, jede Abteilung sollte sich präsentieren, man wird ein Jubiläumsturnier veranstalten und versucht, ein Spiel gegen einen höherklassigen Gegner zu veranstalten - vorausgesetzt, die Pandemiemaßnahmen lassen das alles zu. Auch wird eine Festschrift soll aufgelegt werden. jok



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Veröffentlicht am 30.08.2020 17:05 Uhr



 
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