Aindling    

Aindlinger Schule soll digitaler werden

Aindling - Wie wichtig eine zeitgemäße digitale Ausstattung der Schulen - auch der Grundschulen - ist, führt die Corona-Krise derzeit allen vor Augen. Einstimmig nahm der Aindlinger Gemeinderat am Dienstag das Medienkonzept der Grundschule an und brachte die Ausschreibung für die IT-Ausstattung, die über ein bereits bestehendes Digitalbudget finanziert wird, auf den Weg. Zehn Prozent der etwa 7500 Euro muss der Markt selbst tragen.


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Aindling investiert in die Digitalisierung von Grund- und Mittelschule. Foto: pixabay


"Die Fördertöpfe sind gerade voll, die sollte man ausschöpfen", meinte Bürgermeisterin Gertrud Hitzler. Auch um für eine längere "Zu-Hause-Schulzeit" gerüstet zu sein. Dann könnte man Schülern die Endgeräte auch ausleihen. Für die Grundschule, für die der Markt zuständig ist, sieht das Konzept vor, dass alle Räume mit einem Lehrer-PC und einem interaktiven Beamer ausgestattet werden. In den Klassenzimmern soll es künftig vier Schüler-Computer geben, in den Gruppenräumen zehn und in den Fachräumen zwei; auch soll eine Multimediasäule Standard sein, über die für Präsentationen auch ein eigenes Endgerät genutzt werden kann. Laut Hitzler versuche man in der Mittelschule, die gerade saniert wird und einen Anbau erhält, die gleichen Systeme zu verbauen.
Wie die Betreuung der IT in Zukunft laufen werde, ist laut Hitzler "spannend". Derzeit wird die IT (Informationstechnik) extern betreut. Das einem Lehrer aufzuhalsen, sei laut Bürgermeisterin nicht der richtige Weg. "Der Lehrer ist Pädagoge und nicht für die Netzwerkbetreuung ausgebildet", stellte Hitzler klar, die vor ihrer Zeit als Gemeindeoberhaupt an einer Schule tätig war. "Dort hatten wir einen IT-Berater, der aber auch nur dafür zuständig war", erklärte sie.
Barbara Stransky regte an, einen eigenen ITler für die Schulen und die Gemeinde zu engagieren. Laut Hitzler arbeite man in diese Richtung, sei aber noch auf der Suche nach einer passenden Rechtsform: Verschiedene Zuständigkeiten und Schulverbände machten die Sache nicht leichter. Aber es gehe um Netzwerktechnik und Datensicherheit. "Da müssen wir überlegen, wie wir uns aufstellen können", sinnierte die Bürgermeisterin.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 09.07.2020 15:55 Uhr



 
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