Aindling    

Wasser wird in Aindling teurer

Aindling - Die Gemeinde Aindling hebt die Wassergebühren um 15 Cent auf 95 Cent pro Kubikmeter an. Weil in den vergangenen Jahren im Wasserwerk des Marktes ein Defizit von inzwischen etwa 270 000 Euro entstanden ist, führte das zu Diskussionen im Gemeinderat. Es gab die Ansicht, der Preis müsse stärker erhöht werden, um dieses Defizit abzubauen. In seiner Sitzung am Dienstagabend einigte sich das Gremium dann aber doch auf die vorgeschlagenen 15 Cent.


Außerdem wurde die Grundgebühr erhöht. Bisher galten hier noch von der Umstellung von D-Mark auf Euro herrührende krumme Beträge. Sie wurden nun großzügig aufgerundet. Eine weitere Gebührenerhöhung wird es wohl 2021 geben, wenn die Neukalkulation abgeschlossen ist.
Josef Settele sprach sich schon jetzt für eine Erhöhung um 30 statt 15 Cent pro Kubikmeter aus. Bürgermeister Tomas Zinnecker hielt diesen Sprung jedoch für unnötig. In den nächsten Jahren werde es in der Gemeinde keine neuen Baugebiete mehr geben. Daher sei nicht damit zu rechnen, dass das Defizit in der Wasserversorgung weiter anwachse.
Welcher Wasserpreis in Zukunft tatsächlich nötig und angemessen ist, wird Aindling aber erst in zwei Jahren wissen, wenn neue Zahlenwerte des Wasserverbands Lechraingruppe vorliegen. Zinnecker rechnet damit, dass der Wasserpreis dann noch einmal steigen muss. Damit die Anhebung nicht zu stark ausfällt, wird nun schon einmal ein moderater Betrag aufgeschlagen.
Karl Gamperl sagte, die vorgesehene Erhöhung sei für eine vierköpfige Familie verkraftbar. Gertrud Hitzler warnte, wenn die Gemeinde mehr Gebühren einnehme, als Kosten anfielen, dann müsse sie für den Überschuss Steuern zahlen. Das sollte besser vermieden werden.
Die Grundgebühr für das Wasser steigt von 25,56 auf 30 Euro (bis vier Kubikmeter pro Stunde), von 38,35 auf 45 Euro (bis zehn Kubikmeter), von 51,13 auf 60 Euro (bis 16 Kubikmeter), von 345,12 auf 350 Euro (bis 25 Kubikmeter) und von 429,49 auf 450 Euro (über 25 Kubikmeter). Diese Aufrundung fand der Gemeinderat angemessen und stimmte einstimmig zu. Bei der Erhöhung der Verbrauchsgebühr um 15 Cent gab es eine Gegenstimme.

Von Andreas Alt


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Veröffentlicht am 18.09.2019 09:13 Uhr




 

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