Aindling    

Anbau mit Keller: Pläne für Aindlinger Mittelschule

Aindling - Jetzt wird es ernst: Die Planungen sind fertig, die abschließende Kostenberechnung liegt vor, der Brandschutz ist abgestimmt, ein Bauleitverfahren ist nicht nötig und die Unterlagen sind bereits zur Prüfung bei der Regierung von Schwaben. Am Donnerstagabend segnete der Aindlinger Schulverband die Planung für Sanierung und Anbau an die Aindlinger Mittelschule ab. Läuft alles weiter nach Plan, rollen im März die Bagger an. Ende 2023 soll das Zwölf-Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen - und die Mittelschule runderneuert sein.


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Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Im ersten Bauabschnitt wird der Hang im Süden Richtung Mais-Acker abgetragen, dort entsteht der Anbau. Wie Planer Harald Tiefenbacher erläuterte, erhält dieser nun auch einen Keller. "Der ist voll förderfähig", sagte er. Aufgrund der Hanglage entsteht eine vollwertige schulische Fläche, die später als Lager, Archiv und Hausmeisterwerkstatt genutzt werden kann. Bis die Sanierung des Altbaus fertig ist, werden dort aber die Schüler untergebracht. Der zweite Pluspunkt des Kellers: Man spart sich eine teure Interimslösung mit Containern, die Kosten von etwa 375 000 Euro verursacht hätte.
Zwar ist der Kellerbau auch nicht umsonst, aber er bleibt und kann auch künftig genutzt werden. Zieht man die Förderung ab, wird der Keller in etwa genauso viel kosten. Im März hatte der Schulverband über Einsparmöglichkeiten beraten, gleichzeitig aber die Unterkellerung befürwortet. Weil Flächen reduziert wurden, um in "der nächsten Generation noch Spielraum für Bautätigkeit" zu haben, wie Tiefenbacher ausführte, fielen vier Klassenzimmer im Erweiterungsbau weg, die in den Altbau verschoben werden. Außerdem wurde unter anderem die Ausführung der Fassaden vereinfacht, ebenso die Dachkonstruktion. So konnten die Kosten um knapp eine Million Euro im Vergleich zur letzten Kostenschätzung reduziert beziehungsweise umgeschichtet werden: Wegen der Unterkellerung und der Anpassung der Außenanlagen an die Anforderungen des Brandschutzes - unter anderem ist eine Zufahrt von Westen her nötig - bleibt es letztlich bei Gesamtkosten von rund zwölf Millionen Euro. Davon wird etwa die Hälfte über Zuschüsse gedeckt, die verbleibenden sechs Millionen Euro teilen die Mitglieder des Schulverbands anteilig nach den Schülerzahlen untereinander auf. Auf Grundlage der durchschnittlichen Schülerzahlen der vergangenen sieben Jahre ergeben sich folgende Anteile: Affing 2,2 Millionen Euro, Aindling zwei Millionen Euro, Rehling rund eine Million Euro, Todtenweis 440 000 Euro und Petersdorf 390 000 Euro. Finanziert wird die Investition über einen Kredit.
Diskussionen über die Kosten gab es am Donnerstag kaum: Einzig ein Löschtank, der möglicherweise eingebaut werden muss und 70 000 Euro kosten soll sorgte für Irritationen wie auch die Kosten von 52 000 für Erdarbeiten. Laut Planer müssen 2000 Kubikmeter Erdreich abgetragen und entsorgt werden. "Das ist ja Irrsinn, da geht's ja nicht um Sondermüll", meinte Peter Reich. Bezüglich des Löschtanks laufen Verhandlungen mit den Brandschützern. Eventuell könnte auch im Neubaugebiet eine Löscheinheit entstehen. "Die endgültige Entscheidung muss erst im dritten Bauabschnitt in vier Jahren fallen", erklärte Tiefenbacher, der selbst wenig von der Löschwassertanklösung hält. Sein Ziel sei es, den Tank zu vermeiden. Insgesamt war die Versammlung mit den Planungen zufrieden.

Am Donnerstag lagen die Jahresrechnungen des Schulverbands für 2017 und 2018 vor. Sie wurden an die örtliche Rechnungsprüfung übergeben. Das erledigen wie bisher Affings Bürgermeister Markus Winklhofer, Petersdorfs Bürgermeister Dietrich Binder und der Todtenweiser Bürgermeister Konrad Carl.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 18.09.2019 09:13 Uhr




 

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