Aindling    

Wie geht's den Alten?

Aindling - Kinder, Kinder, Kinder - nicht nur in Aindling ist derzeit das Thema rund um die Jüngsten in unserer Gesellschaft vorherrschend. Da geht es um Neubaugebiete, Spielplätze, Schulen und Kindergärten. Doch wie geht es eigentlich den älteren Mitbürgern? Was beschäftigt sie? Was denken sie über ihre Gemeinde?

senioren-aindling-pixabay

Das will Aindling jetzt herausfinden. Dafür soll ein Fragebogen an die Menschen zwischen 65 und 80 Jahren verteilt werden. Die Idee stammt von der Seniorenbeauftragten Albertine Ganshorn. Bürgermeister Tomas Zinnecker fand gleich Gefallen an dem Gedanken. Nicht ganz einig waren sich die Gemeinderatsmitglieder hingegen bei der Frage nach der exakten Zielgruppe. Zunächst hieß es, das Alter zwischen 65 und 75 Jahren abzufragen. Der Vorschlag, bereits mit den 60-Jährigen anzufangen, stieß bei Zinnecker nicht gerade auf offene Ohren. "Ich würde mich als 60-Jähriger ein bisschen auf den Schlips getreten fühlen", bekannte der noch 59-Jährige - am 29. April wird er 60.
Um auch die Anzahl der später auszuwertenden Fragebögen nicht zu groß werden zu lassen, einigte man sich darauf, sich vorerst auf die Altersspanne zwischen 65 und 80 Jahren zu beschränken.
Angesichts des Umstands, dass die Zahl der über 65-Jährigen deutschlandweit steigt, während die jüngere Bevölkerung schrumpft und auch die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren weiter zurückgeht, bewegt sich der Markt Aindling mit seinem Vorstoß voll im Trend. "Die Bedürfnisse der Älteren zu erfragen, finde ich super. Wir werden schließlich immer älter", sagte Bernd Aichele (BW) in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.
Geplant ist, die Fragebögen mit den Briefwahlunterlagen zur Europawahl, die in Deutschland am 26. Mai stattfindet, vom Gemeindeboten an die entsprechenden Haushalte bringen zu lassen.

Von Tanja Marsal


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Veröffentlicht am 21.03.2019 23:00 Uhr




 

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