Aindling    

Aindling kann Ausgaben bei Weitem nicht stemmen

Aindling - Es war ein hartes Stück Arbeit, bis der Haushalt 2022 der Marktgemeinde Aindling in trockenen Tüchern war. Um 21.45 Uhr am Dienstagabend war es dann doch soweit, dass er einstimmig verabschiedet wurde. Für Zweiten Bürgermeister Walter Pasker (CSU/FWG) war er heuer noch "relativ unkritisch". Und auch Bürgermeisterin Gertrud Hitzler (CSU/FWG) baute schon mal vor: In den nächsten Jahren wird es schwieriger werden.


Dabei war es heuer schon schwierig genug. Immerhin gibt es ein Haushaltsloch von 4,65 Millionen Euro, das nur durch eine Kreditaufnahme gestopft werden kann, wie Kämmerer Andreas Grägel, zum Teil "sehr plakativ", wie er selber sagte, vor Augen führte, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Aber das Geld ist ja nicht spurlos verschwunden.
Dafür bekommt beispielsweise die Feuerwehr ein neues Gerätehaus für über drei Millionen Euro (Gesamtkosten: 4,6 Millionen), der Ortsteil Binnenbach eine neue Ortsdurchfahrt, die mit Kanal an die zwei Millionen Euro kostet, und auf die Johanniter wartet für die Kita Marktanger ein Baukostenzuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Grägel machte deutlich, dass allein der Kredit nicht reiche, um alle Maßnahmen und Ausgaben finanzieren zu können. Auch die Rücklagen in Höhe von 2,13 Millionen Euro werden nahezu aufgebraucht. Hitzler wies darauf hin, dass im Bereich Hochwasserschutz "noch ordentliche Ausgaben" anstehen. 



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Veröffentlicht am 04.05.2022 18:34 Uhr