Aindling    

500 Sandsäcke in einer Nacht

Aindling - In der Nacht auf Donnerstag haben weitere Regen- und Hagelschauer die Feuerwehren am Lechrain in Atem gehalten. Elfmal rückten die Feuerwehren aus der Gemeinde Aindling in der Nacht aus. Zwei Tage zuvor waren sie zu 43 Einsätzen gerufen worden, was den Aindlinger Kommandanten Andreas Ehleider zur eher sarkastischen Aussage verleitete: Diesmal seien ja "nur 20 Liter" Niederschläge pro Quadratmeter vom Himmel gekommen. Bis halb fünf sei er trotzdem auf den Beinen gewesen.


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Es regnet und regnet, nicht nur in Aindling. Dort sind am Mittwoch und am Donnerstag jeweils rund 1000 Sandsäcke gefüllt worden. Selbst Kinder durften mithelfen... In der Nacht auf Donnerstag kamen bereits einige der Wassersperren zum Einsatz - koordiniert wurden die einzelnen Wehren vom Aindlinger Feuerwehrhaus aus (rechts).


Dabei täte Schlaf gut. Das weiß jeder, der sich schon Nächte um die Ohren geschlagen hat. Von durchzechten Abenden dürften die Mitglieder der Feuerwehren aus den Gemeinden Aindling und Petersdorf diese Woche allerdings nur geträumt haben. Ausrücken mussten sie nämlich eigentlich täglich. Nach dem Starkregenereignis in der Nacht auf Dienstag waren 120 Einsatzkräfte aus Aindling, Pichl-Binnenbach, Alsmoos-Petersdorf und Stotzard unterwegs (wir berichteten). Einige von ihnen machten komplett durch und standen in überfluteten Kellern oder auf verschlammten Straßen. Besser wurde es auch den Rest der Woche nicht.
1000 Sandsäcke hatten die Feuerwehrler noch am Mittwochnachmittag gefüllt, aller Müdigkeit zum Trotz. Das machten sie am Donnerstag abermals. 500 von den 1000 Sandsäcken kamen nämlich bereits in der Nacht zuvor zum Einsatz. "Wir waren besser vorbereitet als beim letzten Mal", erklärte der Kommandant.
Einen ruhigeren Abend erhoffte er sich noch gestern Nachmittag, als bereits die nächsten Sandsäcke befüllt wurden. Dass sie nicht alle zum Einsatz kommen müssen, ist die große Hoffnung der Floriansjünger. "Eine Unwetterwarnung haben wir noch für heute Abend bekommen", aber dann werde es wohl ruhiger.

Von Bastian Brummer


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Erneut Wasser eingedrungen ist am Donnerstag in den Keller des Aindlinger Mittelschulneubaus. Foto: Andreas Ehleider



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Veröffentlicht am 24.06.2021 17:01 Uhr