Aichach    

Wohnungen, die bezahlbar sind

Aichach - Der Landkreis Aichach-Friedberg ist attraktiv, der Zuzug und damit die Nachfrage nach Wohnungen sind anhaltend hoch. Daran hat Corona bisher nichts geändert und wird es wohl auch nicht. Aber nicht jeder kann sich eine Eigentumswohnung oder Mietwohnung im höheren Preissegment leisten. Der Bau von geförderten und preisgebundenen Wohnungen werde deshalb auch in Zukunft unverzichtbar sein. So formuliert es Robert Englmeier, Geschäftsführer der Kreis-Wohnbau GmbH, in einem Lagebericht, der dem Kreisausschuss des Kreistags in der jüngsten Sitzung vorlag. Der Landkreis gehört neben Kissing und Mering zu den Gesellschaftern der Kreis-Wohnbau.


Kreis-Wohnbaugesellschaft schafft bezahlbaren Wohnraum
Die Wohnanlage Wendelsteinstraße 5 und 7 gehört zu den jüngeren Projekten der Kreis-Wohnbaugesellschaft. Dort will man den Schwerpunkt weiter auf den Bau von geförderten und mietpreisgebundenen Wohnungen setzen, braucht dazu aber die Unterstützung der Kommunen.
Brigitte Glas

Suche nach bezahlbarem Wohnraum reißt nicht ab

Englmeier schreibt in dem Papier, dass "vor allem Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner sowie die beträchtliche Anzahl von Transfereinkommensbeziehern auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen" seien. Den stellt die Gesellschaft bereit. 76 ihrer derzeit 351 Wohnungen sind preisgebunden. Die Mieten in den Wohnungen, die nicht preisgebunden sind, liegen nach Aussage der Gesellschaft im unteren bis mittleren Bereich vergleichbarer Wohnungen am Ort. Im Durchschnitt bezahlte der Mieter bei der Kreis-Wohnbau im Jahr 2020 6,30 Euro je Quadratmeter. Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zeigt sich auch bei der Fluktuation und der Leerstandsquote.

2020 waren alle Wohnungen vermietet

Die Mieterwechsel lagen 2020 (wie schon 2019) bei 6,3 Prozent, die Leerstandsquote Ende 2020 bei null Prozent, das heißt: Alle Wohnungen waren vermietet. Wer also eine Wohnung hat, wechselt nicht so schnell, und wenn das der Fall ist, kann die Gesellschaft sie gleich wieder weiter vermieten.
Die Zahlungsmoral der Mieter ist gut und hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Die Mietausfallquote war deshalb 2020 mit 1,47 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau. Wie in den Jahren zuvor hat die Wohnbaugesellschaft auch im Jahr 2020 investiert, und zwar 3,3 Millionen Euro.

Von Dr. Berndt Herrmann



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Veröffentlicht am 25.11.2021 17:43 Uhr