Aichach    

Stabiler Arbeitsmarkt

Aichach - Stabil zeigt sich die Arbeitslosenquote im Landkreis Aichach-Friedberg: Sie verharrt seit drei Monaten schon auf 2,6 Prozent. Vor einem Jahr, im Dezember 2019, lag die Arbeitslosenquote bei 2,0 Prozent. Etwas gestiegen ist von November auf Dezember im vergangenen Jahr die Zahl der Arbeitslosen, um 28 auf 2034 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 475 mehr.


Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei allen Personengruppen zu. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von plus 19 Prozent bei den Menschen mit Behinderung bis plus 105,3 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen.
Auf Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) waren im Dezember 541 Männer und Frauen angewiesen. Ihre Zahl ist im betreffenden Zeitraum um 17 gesunken.
In einer Pressemitteilung erklärt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg (zuständig für die Geschäftsstellen Augsburg, Aichach und Schwabmünchen), dass nun aktuelle Zahlen zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigen mit Stand Juni 2020, also die ersten Zahlen nach dem Lockdown, erschienen seien. Sie beobachtet, dass nach vielen Jahren der Zunahme die Zahl der Beschäftigten erstmals im Vergleich zum Vorjahr zurückgeht. "Wir haben zwar nach wie vor Zunahmen in vielen Branchen, zum Beispiel dem Gesundheitswesen, im Bereich Erziehung und Unterricht oder der Öffentlichen Verwaltung, aber diese gleichen die Rückgänge in den Branchen Gastgewerbe, Zeitarbeit und verarbeitendes Gewerbe nicht aus", so Koller-Knedlik. Die "insgesamt gesehen noch relativ moderate Abnahme" von Beschäftigten zeige, "dass das Instrument der Kurzarbeit sehr gut wirkt und die Betriebe ihre Mitarbeiter halten, statt sie zu entlassen", schließt die Geschäftsführerin.

Dachau: Die Agentur für Arbeit Dachau zählte im Dezember insgesamt 2523 Arbeitslose, zwei mehr als im November. Die Arbeitslosenquote veränderte sich entsprechend nicht, sie bleibt bei 2,7 Prozent. Im Dezember vor einem Jahr lag sie bei 1,8 Prozent.
Zu Beginn der Pandemie im März 2020 wurde im Landkreis Dachau in 478 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Betroffen waren 2720 Männer und Frauen. Ei-nen vorläufigen Höchststand erreichte laut einer Pressemitteilung der Arbeitsagentur die Zahl der Kurzarbeitenden im April 2020. Damals wurde in 1063 Unternehmen tatsächlich kurzgearbeitet. Betroffen waren 8757 Beschäftigte. Die aktuellsten vorliegenden Zahlen zur Kurzarbeit für den Landkreis Dachau sind aus dem Monat Juli 2020: Im Sommermonat wurde in 638 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Insgesamt waren 4313 Mitarbeiter betroffen. "Kurzarbeit wirkt"

Von Ines Speck


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.


Veröffentlicht am 05.01.2021 16:11 Uhr