Aichach    

Keine geplanten Operationen mehr

Aichach/Dachau - In den Kliniken an der Paar in Aichach und Friedberg werden ab sofort keine geplanten Operationen mehr durchgeführt. Das teilte das Krankenhaus am Mittwochnachmittag mit.


Laut Pressemitteilung der Kliniken spitze sich die Lage in den Krankenhäusern weiter zu. Bereits am Samstag hat der Ärztliche Leiter Krankenhauskoordinierung für den Rettungsdienstbereich Augsburg, Prof. Dr. Axel Heller, die Stufe 3 in Bezug auf die Bereithaltung von Kapazitäten angeordnet. Demnach sind ab sofort alle unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren Behandlungen zu unterlassen. So sollen Kapazitäten zur Versorgung von Covid-19-Patienten geschaffen werden. Wer von einer Absage betroffen ist, werde zeitnah informiert.
Die Regierung von Schwaben teilte gestern am späten Nachmittag mit, dass aufschiebbare stationäre Behandlungen in Schwaben bereits seit dem Wochenende untersagt seien. Die entsprechenden vorläufige Anordnungen läuft bis mindestens 31. Januar. Aktuell könnten nicht mehr alle Corona-Intensivpatienten in jedem der drei Rettungsdienstbereiche in Schwaben medizinisch versorgt werden. Eine wachsende Zahl muss unter großem medizinischem und organisatorischem Aufwand in andere Häuser innerhalb Schwabens oder in andere Regierungsbezirke verlegt werden.
Auch das Helios-Amper-Klinikum in Dachau wurde am Mittwoch von der Regierung von Oberbayern dazu verpflichtet, von aufschiebbaren stationären Behandlungen abzusehen.
Der Pandemiebeauftragte Dr. Alexander von Freyburg, Leitender Oberarzt der Nothilfe am Helios Amper-Klinikum Dachau sagte gestern dazu: "In Anbetracht der Weisung der Regierung von Oberbayern wird jede geplante stationäre Leistung auf den Prüfstand gestellt - diese betrifft nicht nur Operationen, sondern auch geplante stationäre Untersuchungen wie zum Beispiel Herzkatheter-Untersuchungen oder Magen-Darm-Spiegelungen."
Die Operationskapazitäten in Dachau wurden laut Angaben der Klinik bereits deutlich reduziert - von acht auf fünf Säle -, um Personal auf der Intensiv- und Überwachungsstation aber auch auf der Covid-19-Station einsetzen zu können. "Eine weitere Reduktion auf drei Säle wird geplant, um die Intensivkapazität weiter erhöhen zu können", erklärte Alexander von Freyburg. Die Anordnung der Regierung von Oberbayern gilt zunächst bis einschließlich 10. Januar. vga



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Veröffentlicht am 17.11.2021 17:44 Uhr