Aichach    

Für ein starkes Europa - Bundesabgeordnete spricht am DHG

Aichach - "Was verbinden Sie mit der Europäischen Union?" - Mit dieser Frage und ein paar geschichtlichen Fakten über die EU startete die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr (SPD) in einen 90-minütigen Austausch mit Aichacher Schülern. Auf Einladung der Q11 am Deutschherren-Gymnasium und des Fachschaftsleiters Sozialkunde, Michael Lang, stand sie dort Rede und Antwort.


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Die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr diskutierte mit Schülern des Deutschherren-Gymnasiums in Aichach über die Rolle Europas in der aktuellen Krise. Foto: Kathrin Lederer


Schon im ersten Themenblock zu den Grundlagen der Europäischen Union zeigte sich, dass die Schüler nicht nur gut informiert sind, sondern sich auch kritisch mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinandersetzen. Die EU an sich sahen sie grundsätzlich positiv, einige wünschten sich sogar deutlich mehr Kompetenzen für den Staatenverbund, um mit aktuellen Krisen besser umgehen zu können.
Die schon vorab mitgeteilten Themenwünsche drehten sich um Konfliktsituationen, wie die Wiederwahl von Viktor Orbán in Ungarn oder den Krieg in der Ukraine. Nach kurzen Infoblöcken der Abgeordneten mit Fakten und Statements aus Brüssel und Berlin tauschte sich Ulrike Bahr mit den Sozialkunde-Schülern über die Rolle der EU aus. Den ungarischen Regierungschef würden sie übrigens am liebsten aus der EU werfen.
Ebenso leidenschaftlich diskutierten die Jugendlichen über den Krieg in der Ukraine, von dem sie mehr oder weniger direkt betroffen sind. Denn 13 Kinder aus der Ukraine besuchen inzwischen das Aichacher Gymnasium, berichtete die stellvertretende Schulleiterin Livia Schleßing. Neben den vielen thematischen Diskussionspunkten gehörten auch persönliche Fragen zu dieser besonderen Sozialkunde-Stunde. So interessierte die Jugendlichen beispielsweise, wie viel eine Abgeordnete verdient, ob Bahr auch schon Opfer von Hasskommentaren im Internet geworden sei, wie sie das Wahlergebnis erlebt hat, und was sie manchmal selbst am politischen Betrieb stört.


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Veröffentlicht am 24.05.2022 17:21 Uhr