Aichach    

Die Hälfte wählt zu Hause

Aichach - Als die Briefwahl im Jahr 1957 zum ersten Mal möglich war, machten davon knappe fünf Prozent der Wahlberechtigten Gebrauch. Seither stieg die Zahl unentwegt an und wird bei dieser Bundestagswahl einen neuen Rekord erreichen, auch in der Region. In der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aindling wurde die 50-Prozent-Marke schon gerissen, andere Gemeinden werden diese Schwelle nächste Woche noch erreichen.


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Im Aichacher Feuerwehrhaus wurde schon vor vier Jahren ein Teil der Briefwahl ausgezählt. Heuer gibt es in Aichach zehn statt fünf Briefwahlbezirke. Archivfoto: Erich Hoffmann


Fast die Hälfte der Briefwählerinnen und Briefwähler beantragt die Unterlagen inzwischen auf elektronischem Wege. Mit dem Einscannen des QR-Codes dauert der ganze Vorgang kaum eine Minute. "Aber auch für uns ist das etwas einfacher", berichtet Elisabeth Alt, die für die Verwaltungsgemeinschaft die Briefwahl organisiert. Todtenweis und Aindling haben schon in dieser Woche die 50 Prozent bei der Briefwahl erreicht, lediglich in Petersdorf haben sich mit 600 von 1330 Wahlberechtigten bislang etwas weniger Menschen dafür entschieden.
Der hohe Briefwahlanteil sorgt auch für Veränderungen beim Auszählen. In der VG Aindling gibt es zwei zusätzliche Briefwahlbezirke, außerdem wurde die Anzahl der Helferinnen und Helfer von sieben auf bis zu zwölf pro auszuzählendem Briefwahlbezirk aufgestockt.
Ähnlich verfährt die Stadt Aichach, für die Stefan Beer vom Ordnungsamt Wahlverantwortlicher ist. Er hat sogar von fünf auf zehn Briefwahlbezirke aufgestockt. Sie werden am Wahltag unter anderem im Verwaltungsgebäude, im neuen sowie im alten Feuerwehrhaus, in der TSV-Halle und der alten Mädchenschule ausgezählt. Am Dienstag hatten 6796 der 15 940 stimmberechtigten Aichacher Briefwahlunterlagen für sich bestellt (43 Prozent) und fortwährend kommen weitere Anträge dazu. Mit etwa 8000 rechnet Beer schlussendlich.


Von Carina Lautenbacher



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Veröffentlicht am 14.09.2021 18:06 Uhr