Aichach    

Deltavariante ist in Aichach-Friedberg noch nicht angekommen

Aichach/Dachau - Die Inzidenzen im Wittelsbacher und Dachauer Land pendeln im niedrigen Bereich auf und ab. Seit einigen Tagen liegt der Wert im Landkreis Aichach-Friedberg unter der bundesweiten Inzidenz, die gestern bei 5,1 lag. Laut Gesundheitsamt Aichach ist die Lage aktuell sehr ruhig. Die sogenannte Delta-Variante wurde im Wittelsbacher Land bisher noch nicht nachgewiesen.


Mit der Inzidenz scheint auch die Impfbereitschaft abzunehmen. Seit Tagen wirbt das Landratsamt dafür, sich registrieren zu lassen, damit der zugeteilte Impfstoff auch abgerufen werden kann. Diese Situation, dass es mehr Impfstoff als Impfwillige gibt, schien vor vier Wochen noch undenkbar. "Ab der kommenden Woche übersteigt die Anzahl der zugewiesenen Impfdosen die Anzahl von Personen, die sich für einen Termin im Impfzentrum registriert haben und noch auf einen Termin warten, deutlich", so Teresa Wörle vom Landratsamt. Nur vereinzelt hätten sich Personen neu registriert. Wer sich jetzt auf www.impfzentren.bayern anmelde, werde unverzüglich einen Impftermin erhalten.
Auch in den Hausarztpraxen zeigt sich ein ähnliches Bild. Laut Dr. Andreas Ullmann, dem ärztlichen Koordinator des Landkreises, sind die Wartelisten dort zunehmend geleert. Er appelliert: "Die Leute sollen sich melden, sie kommen zuverlässig an die Reihe", so Ullmann.
Insgesamt ging es im Juni mit den Corona-Neuinfektionen bergab. Seit 17. Juni müssen im Aichacher Krankenhaus keine positiv getesteten Patienten mehr behandelt werden. Bereits seit Anfang Juni werden zuvor verschobene Operationen an den Kliniken an der Paar nachgeholt. Als entspannt bezeichnen die Kliniken die Lage laut Pressesprecherin Wörle aber nicht. Allerdings sei man dabei, wieder in den Normalbetrieb überzugehen.
Im Juni starben zwei Menschen im Wittelsbacher Land mit oder an Corona, seit Beginn der Pandemie liegt die Zahl der Todesfälle bei 101.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 01.07.2021 16:26 Uhr