Aichach    

Zwei Männer und ihre kleine Liebe: Wassermelonen aus Inchenhofen

Inchenhofen - Wer hat schon einmal mitten auf dem Acker eine Wassermelone geerntet und vor Ort verzehrt? Vermutlich die wenigsten, es sei denn, ein derartiges Erlebnis war ihnen im Urlaub in südlichen Gefilden vergönnt. Jakob Haberl und Michael Heilgemeir sind zwei Vollerwerbslandwirte aus Inchenhofen beziehungsweise dem Leahader Ortsteil Ried. Sie beißen gern mal in eine frische, saftige, süße Melone - auf ihrem 6000 Quadratmeter großen Acker auf halbem Weg zwischen Walchshofen und dem Wallfahrtsort.


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Michael Heilgemeir (links) und Jakob Haberl haben die Landmelonen GbR gegründet. Die Inchenhofener sind die Ersten, die im Wittelsbacher Land Wassermelonen anbauen. Foto: Monika Grunert Glas
Monika Grunert Glas


Niemand im Wittelsbacher Land außer den beiden baut bisher Melonen an. Auf die Idee kam Sabine Heilgemeir im super heißen Jahr 2018. Sie warf Reste einer Melone auf den hauseigenen Kompost - und siehe da, es wuchsen tragende Pflanzen daraus. Landwirte sind häufig auf der Suche nach einem weiteren Standbein. Haberl und Heilgemeir, die 60 beziehungsweise 40 Hektar bewirtschaften und eigentlich vom Kartoffel- sowie Getreideanbau leben, bilden da keine Ausnahme. "Sabine hatte dann die Idee, wir könnten es mit Wassermelonen versuchen", berichtet Michael Heilgemeir von seiner Frau. Mit Jakob Haberl verbindet ihn eine langjährige Freundschaft, die zwei besuchten schon gemeinsam die Landwirtschaftsschule. Also beschlossen der 43-Jährige und sein um ein Jahr jüngerer Freund, die Landmelonen GbR zu gründen und es 2019 mal mit ein paar Hundert Quadratmetern zu wagen. 

Die komplette Reportage finden Sie in der Samstag-Ausgabe der Aichacher Zeitung und im E-Paper.

Am morgigen Sonntag, 6. September, öffnen Michael Heilgemeir und Jakob Haberl den Acker für die, die selbst eine Melone ernten möchten. Man findet das Feld links an der Straße von Aichach nach Inchenhofen zwischen zwei Maisfeldern. "Geöffnet" ist zwischen 10 und 17 Uhr, gewogen und bezahlt wird vor Ort. Landwirte auf der Suche nach einem zweiten Standbein

Von Monika Grunert Glas


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Wie Salatsetzlinge sehen die zarten Melonenpflänzchen aus, wenn sie per Hand auf den Acker kommen. Foto: Michael Heilgemeir
Michael Heilgemeir



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Veröffentlicht am 04.09.2020 16:32 Uhr



 
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