Aichach    

Blühender Empfang

Aichach/Friedberg - "Aichach blüht" heißt das Motto im Stadtkern. "Hunderte, tausende Pflanzen" im Wert von 24.000 Euro seien auf brachliegenden Grünflächen gepflanzt worden, erläutert Bauamtsleiterin Carola Küspert. Für die drei Kreisverkehre am Feuerwehrhaus, in Aichach-Nord und Unterwittelsbach hat der Landkreis zudem 30.000 Euro beigesteuert. Das erklärte Ziel: Aichach soll grüner und bunter, weil pflanzenreicher werden. Allerdings nicht nur für die Landesausstellung, sondern auch und vor allem für die Bürger vor Ort, wie Küspert deutlich macht.

Blühende Verkehrsinseln, Pflanztröge und Sitzbänke in der Stadt sollen "Aichach als Aufenthaltsort" für Bewohner und Gäste etablieren. Die Paarstadt hat sich mit dem neuen Stadtbild für den Bundeswettbewerb Stadtgrün beworben.

Nach einem Spaziergang durch die Paarstadt könnte man sich zum Beispiel auf das Rad schwingen und so den ganzen Landkreis erkunden. Entweder mit dem eigenen Drahtesel oder man leiht sich (nach Vorbestellung) eines der kostenlosen Miet-E-Bikes am Aichacher Feuerhaus oder am Wittelsbacher Schloss in Friedberg.

Zur Auswahl steht dann etwa ein extra ausgewiesener Radweg zur Landesausstellung zwischen Aichach und Friedberg. Er führt knapp 20 Kilometer durchs Paartal und auf dem Altbairischen Oxenweg. 56 oder wahlweise sogar 74 Kilometer lang ist die Wittelsbacher-Spuren-Tour.
Rund 15.000 Euro hat die Routenfindung, Ausweisung, Beschilderung und das Marketing den Landkreis gekostet, 120 Signets wurden für die Wittelsbacher-Spuren-Tour angebracht. 

Damit sich auch die Besucher zurechtfinden, die mit dem Auto anreisen, hat das Landratsamt abteilungsübergreifend nach Vorgaben der Autobahndirektion Südbayern gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Augsburg die Wegweisung von den A 8-Autobahnausfahrten Dasing und Friedberg sowie der A 9-Ausfahrt Langenbruck bis in die Städte Aichach und Friedberg "ausgetüftelt", wie Pressesprecher Wolfgang Müller berichtet. Zur Landesausstellung werden die Beschilderungen entlang der AIC 25 und der B 300 angebracht. Ab den B 300-Ausfahrten übernahmen die beiden Städte jeweils die weitere Wegweisung zu den Ausstellungsorten in Aichach (Feuerhaus) und Friedberg (Schloss) sowie den Parkplätzen.
Von hier wie auch vom Friedberger Bahnhof aus wird ein Shuttle-Bus angeboten, der die Besucher die kommenden Monate über am Wochenende und an Feiertagen halbstündig zu den Ausstellungsorten bringt.

Der zweite Ausstellungsort, das Wittelsbacher Schloss in Friedberg, ist im Herbst 2018 nach umfassender Sanierung wiedereröffnet worden. Die baulichen Vorbereitungen dazu laufen allerdings laut Frank Büschel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Friedberg, bereits seit dem Jahr 2015. Der Große Saal wurde für einen sechsstelligen Betrag umgebaut, um ihn künftig als Ausstellungsort nutzen zu können.
Die Baumaßnahmen der Stadt fokussierten sich zuletzt unter anderem auf den Schlosspark: Wege und Treppen wurden saniert, verbreitert oder neu angelegt, der Weiher und die Anpflanzungen umgestaltet, Sichtachsen verbessert, Sitzmöglichkeiten und ein moderner Abenteuerspielplatz installiert. In den kommenden Monaten glänzt der Park zudem als Schauplatz einer Skulpturenausstellung regionaler Künstler. Das leer stehende "Trinkl-Anwesen" vis-à-vis des Schlosses - früher ein Getränkemarkt, zuletzt ein Baustellenlager - hat der Bauhof teilweise abgerissen, es entstand ein Besucherzentrum mit Empfangsbereich, Kasse, Shop und Information. Mit 1,2 Million Euro - exklusive Bauhof-Leistungen - schlug allein dieses Projekt zu Buche. Das Gebäude soll auch in den folgenden Jahren entsprechend genutzt werden, konkrete Pläne gibt es derzeit noch nicht.

Von Nayra Weber



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Veröffentlicht am 04.06.2020 16:19 Uhr



 
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