Aichach    

Entscheidung zu Windkraft verschoben

Aichach - Der Aichacher Stadtrat hat die Entscheidung über eine Fortführung des Bebauungsplanes für ein Windrad zwischen Oberwittelsbach und Untergriesbach verschoben. Vorher sollen noch Gespräche mit dem Verein "Schutz unserer Wittelsbacher Heimat", der sich gegen den Bau von Windrädern in dem Gebiet engagiert, und dem Juristen der Stadt stattfinden. Dabei soll die rechtliche Situation noch einmal diskutiert werden, weil es da unterschiedliche Standpunkte gibt. Darüber informierte Bürgermeister Klaus Habermann die Stadträte bei der Sitzung am Donnerstagabend. Gegen die Absetzung des Punktes von der Tagesordnung stimmten FWG, CWG, BZA und FDP.


Der Bauausschuss hatte vor kurzem dem Stadtrat noch mit 6:5 Stimmen empfohlen, den Bebauungsplan mit Veränderungssperre nicht weiterzuverfolgen (wir berichteten). Das hatte bei den Windradgegnern für Ärger gesorgt. Den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes für eine mittlerweile aufgehobene ehemalige Windkraftkonzentrationsfläche hatte der Stadtrat im Mai 2019 gefasst. Das Ziel des Planes war es, dort Windräder nach der 10-H-Regel zu ermöglichen. Das erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich.
Tatsache ist aber, dass nach 10-H - Windräder müssen einen Mindestabstand des zehn-fachen ihrer Höhe zu Wohngebäuden einhalten - im gesamten Stadtgebiet kein Windrad gebaut werden kann, weil sie zu klein wären, um sie wirtschaftlich betreiben zu können. Mit dem Bebauungsplan verhindert man de facto also ein Windrad, auch wenn das nicht das offizielle Ziel sein darf. Sogenannte Negativ- oder Verhinderungsplanungen sind verboten.
 

Lesen Sie den ganzen Artikel in der AICHACHER ZEITUNG.

beh



Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.


Veröffentlicht am 29.05.2020 15:57 Uhr



 
Drucken Speichern Senden Leserbrief