Aichach    

Lebensgefahr im Wald

Aichach - Im Wald ist Vorsicht geboten. Eindringlich warnt der Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung Aichach (WBV), Bernhard Breitsameter, vor Waldspaziergängen in dieser Woche. Jeder kleine Windstoß könne Äste herabfallen oder ganze Bäume umfallen lassen. Das sei lebensgefährlich, betont Breitsameter. Die WBV habe am Montag und am Dienstag versucht, Waldarbeiter zur Freilegung der Wege loszuschicken. Aufgrund der akuten Gefahr sei das aber nicht möglich. Und die bleibt bestehen, nachdem für Mittwoch und Donnerstag sowie Sonntag weitere Stürme angesagt sind.


Weniger Hamsterkäufer
Marco2811/Fotolia

Die Verluste in den Wäldern sind nicht wesentlich größer ausgefallen, als es Waldbesitzer bei Winterstürmen erwarten müssen. Breitsameter geht von etwa 1,5 bis zwei Festmeter pro Hektar aus, wobei ein Hektar im Durchschnitt mit 450 Festmetern bepflanzt ist. "Logischerweise" sei vorwiegend die flachwurzelnde Fichte, die mit 60 Prozent die verbreitetste Art ist, betroffen. Aber auch ganze Kieferngipfel sind abrasiert worden, und unter den "Opfern" sind auch stämmige Ahornbäume und Eschen.
Auch der Leiter des Amts für Landwirtschaft und Forsten in Augsburg, Wolfgang Sailer, geht "im großen und ganzen von Einzelwürfen" aus. Aus seiner Sicht war "Sabine" kaum schlimmer als "Petra" vor einer Woche.

Von Carina Lautenbacher



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Veröffentlicht am 11.02.2020 17:39 Uhr



 
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