Aichach    

Schatzkammer der Geschichte

Aichach - Geschichte virtuell serviert, das bekommen die Besucher der Bayerischen Landesausstellung in Aichach. Dreh- und Angelpunkt ist die ehemalige Feuerwehrzentrale an der Martinstraße, die auf rund 380 Quadratmetern digital "bespielt" wird. Die Gäste können die Entstehung der bayerischen Städtelandschaft virtuell erleben und auch einen Blick in die Zukunft werfen. Inzwischen ist die Verwandlung des schlichten Betonbaus in das sogenannte "Feuerhaus" schon weit fortgeschritten.


Zweite Haut fürs Feuerhaus
In Trockenbauweise wurde der Fahrzeughalle eine zweite Hülle verpasst.
Robert Edler

Der früheren Fahrzeughalle wurde in Trockenbauweise eine innere Hülle verpasst. Damit wurde sie zur Veranstaltungshalle umfunktioniert - aufgeteilt in sechs Einzelräume, die nun vom Haus der Bayerischen Geschichte mit den notwendigen Gerätschaften ausgestattet werden. Beim Rundgang können die Besucher abgeschottet vom Straßenlärm in aller Ruhe eintauchen in die Geschichte bayerischer Städte.
Eingerichtet wurde im nördlichen Teil des Gebäudekomplexes ein neuer Eingang. Die Garderobe mit Schließfächern für Wertgegenstände stammt übrigens aus Kloster Ettal. Dort fand 2018 zum 100. Geburtstag des Freistaates die Bayerische Landesausstellung statt. Platz gefunden haben auch zwei Büros für die Mitarbeiter des Hauses der Bayerischen Geschichte. Im Außenbereich des früheren Feuerwehrgeländes werden noch hochwertige WC-Mietcontainer aufgestellt. Dort befinden sich auch die Behinderten-Parkplätze für die Besucher der Landesausstellung, für die anderen Gäste wird unter anderem der Grüne Parkplatz zur Verfügung stehen.
Im nächsten Schritt steht nun die Umgestaltung der Fassade an. Wie mehrfach berichtet, soll die Silhouette einer alten Stadtmauer dargestellt werden, der Schlauchtrockenturm wird dazu optisch in einen Doppel-Spitzturm verwandelt.


Von Robert Edler


Fassade in Arbeit
Streckmetall wird neben Holz bei der Umgestaltung der Außenfassade zum Einsatz kommen. Das Besondere: In einer Blickrichtung kann man durch das Metall hindurchschauen, in der anderen wird der geplante Aufdruck zu sehen sein. Ulrich Egger vom Bauamt der Stadt Aichach betreut die Umbauarbeiten und ist angetan von der Kreativität der Planer.
Robert Edler



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Veröffentlicht am 21.01.2020 17:20 Uhr



 
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