Aichach    

Der Schutz des Klimas beginnt beim Heizen

Aichach - "Wir reden immer von Energieeinsparung und konzentrieren uns dann auf Felder, wo die Einsparung gar nicht so groß ist. Das Feld der Heizanlagen birgt allerdings großes Potenzial: 59 Prozent der im Landkreis verbrauchten Energie ist Wärme", sagte Landrat Dr. Klaus Metzger. Mit gutem Grund eröffnete er also zum Auftakt der Klimaschutzwoche im Landkreis am Montagabend eine Ausstellung zum Thema klimafreundliches Heizen. Unter den Gästen befand sich auch der stellvertretende Landrat Manfred Losinger, Sielenbachs Bürgermeister Martin Echter und Klimaschutzmanagerin Johanna Rügamer.


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Charlotte Martin-Stadler , im Landratsamt zuständig für Klimaschutz, präsentierte einen Sack mit Pellets. Wer das Gewicht richtig schätzt, kann einen Gebäudecheck gewinnen. Fotos: Mathilde Mahrenholtz


Feuer und Wärme sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil des Überlebens. Früher stand das Thema Heizen im Mittelpunkt und hatte einen hohen Stellenwert. Heute ist Heizen Selbstverständlichkeit und gleichzeitig nebensächlich. Man verschwendet kaum mehr einen Gedanken an die Apparaturen, die unauffällig an der Wand stehen. Heizt man mit Pellets oder Öl, rückt das Thema einmal im Jahr bei der Auffüllung in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Heizt man mit Gas, ist man an eine unsichtbare Wärmequelle aus der Leitung gewöhnt.
Im Zuge des Umweltschutzes macht es sich das Landratsamt Aichach-Friedberg zur Aufgabe, Wärme und Heizen wieder in den Fokus der Aichacher Bevölkerung zu stellen. Dies geschieht anlässlich der diesjährigen Klimaschutzwoche, die bayernweit veranstaltet wird.
Bereits zum elften Mal beteiligte man sich an der Klimawoche. Unter anderem auch mit der Ausstellung "Umweltbewusst heizen mit erneuerbaren Energien" im Landratsamt Aichach-Friedberg. Kernthema ist die Einsparung von Rohstoffen und Emissionen bei Heizungsanlagen, vor allem in privaten Haushalten.
Warum ausgerechnet das Thema Heizen? Mehr als die Hälfte der verbrauchten Wärmeenergie geht auf das Konto privater Haushalte. Die Ausstellung weist allerdings nicht nur auf die Problematik hin, sondern zeige auch Alternativen auf. Beispielsweise den Einsatz erneuerbarer Energien und die Optimierung der eigenen Heizungsanlage.
Es gehe darum, die Menschen "Schritt für Schritt zu erreichen, um Umweltschutz umzusetzen", erklärte Stanislaus Thaddäus Kaminski von der Innung Spengler-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Augsburg. Kaminski verband in seinem Kurzvortrag "Politik als Begleiter der Wärmewende" Politik mit Umweltschutz und forderte die Zuhörer zum Handeln auf. Sprechen alleine genüge nicht, betonte er. Man müsse "denken, sprechen und tun".

Von Mathilde Mahrenholtz Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe der AICHACHER ZEITUNG vom 11. September 2019.


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Veröffentlicht am 18.09.2019 09:13 Uhr




 

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