Aichach    

Müll von gestern ist heute teuer

Gallenbach - Vor fast 30 Jahren wurde der letzte Müllsack auf der Hausmülldeponie in Gallenbach abgeladen. Kosten verursacht sie aber bis heute. In regelmäßigen Abständen prüft ein Ingenieurbüro, was zur Nachsorge der Deponie nötig ist. Das lässt sich in Geld umrechnen: Aktueller Stand sind 21,8 Millionen Euro die von heute an bis zum Jahr 2044 bezahlt werden müssen. Davon muss der Landkreis Aichach-Friedberg 3,7 Millionen (17 Prozent) übernehmen. Das ist mehr als die bisher gezahlte Summe: Seit 1992 wurden 3,36 Millionen Euro allein aus dem Wittelsbacher Land für die Nachsorge ausgegeben. Alle Beteiligten zusammen haben demnach schon fast 20 Millionen Euro investiert.


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Die Mülldeponie in Gallenbach besteht aus zwei Teilen. Die Anfang der 90er Jahre geschlossene Hausmülldeponie (rechts) ist schon komplett eingewachsen. Links ist die Sondermülldeponie zu sehen, die bis 2017 verfüllt wurde. Archivfoto: Erich Hoffmann


Im Sickerwasser der Deponie sind noch immer Schwermetalle und Schadstoffe nachweisbar. Vor allem Arsen sorgt für Probleme und muss ausgefiltert werden. Ursprünglich war ein Nachsorgezeitraum bis 2024 festgelegt worden - bis sich gezeigt hat, dass das nicht reichen wird. Nun gilt das Jahr 2044 als Schlusspunkt.
Ähnlich unkalkulierbar wie der Zeitraum entwickeln sich auch die Kosten. Wenn alle paar Jahre die neuen Berechnungen des Ingenieurbüros eintreffen, wird die ursprünglich geplante Summe erhöht. Aufgrund der letzten Berechnungen hatte der Landkreis Aichach-Friedberg bis jetzt 2,4 Millionen Euro in seiner Bilanz dafür zurückgestellt. Jetzt kommen noch einmal gut 1,3 Millionen Euro dazu.
Im Umweltausschuss sorgte das einerseits für Resignation - das Spiel ist den Kreisräten längst bekannt. Aber es sorgte auch für Unmut: Nicht nur Karl-Heinz Schindler (SPD) fand das Vorgehen zu intransparent. Er wollte wissen, wie das Ingenieurbüro immer wieder und wieder zu neuen Zahlen gelangt.
Von Carina Lautenbacher


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Veröffentlicht am 12.06.2019 12:00 Uhr



 
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