Aichach    

Hunderte pilgern nach Altötting

Altötting - Die Legio Mariens hatte unter dem Motto "Heilen, was verwundet ist" zur 63. Pfingstfußwallfahrt nach Altötting eingeladen. Rund 500 Pilger, überwiegend aus dem Landkreis Aichach-Friedberg und dem Augsburger und Dachauer Umland stammend, waren der Einladung gefolgt, um mit der Gruppe 3 den dreitägigen Weg von Baldham zum Gnadenort Altötting mit Beten, Gesang, Stille und Ratschen zu meistern.

altötting2

Vor Antritt des Fußmarsches versammelten sich am Pfingstsamstag die Gläubigen in der Baldhamer Kirche Maria Königin zum Gottesdienst mit dem Friedberger Pallottinerpater Alexander Holzbach. Musikalisch umrahmt wurde die Messe vom 15-jährigen Stefan Sedlmair aus Durchsamsried bei Röhrmoos.
Bei idealen Wetterbedingungen machte sich die Gruppe dann auf den rund 90 Kilometer langen Weg. Die Gaststätte in Ingelsberg, wo man früher die erste Pause eingelegt hatte, stand nicht mehr zur Verfügung. Spontan hatten sich Mitglieder der Feuerwehr Wolfesing bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen. Der kleine Umweg über den Nachbarort hatte sich gelohnt, denn alle Pilger wurden zügig und bestens versorgt.
Durch den Ebersberger Forst führte der Weg weiter nach Ebersberg. Nach dem Mittagessen und der Nachmittagsbrotzeit in Forsting führte der Weg über Edling nach Wasserburg am Inn, dem Ziel des ersten Tages.
Am Pfingstsonntag ging die Route weiter nach Schnaitsee. Vor dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit Pater Alexander Holzbach erheiterte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Adelheid Lutzenberger die Gläubigen mit ihren Gedanken zur Wallfahrt nach Altötting. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst erneut von Mitgliedern der Blaskapelle Odelzhausen, darunter einem Bläser, der aktiv an der Wallfahrt teilnahm. Über Peterskirchen führte der weitere Weg nach Garching an der Alz. Kurz nach Peterskirchen vereinten sich die Pilger mit den 320 Wallfahrern aus dem Raum Rosenheim. Gemeinsam zog man weiter nach Garching. Hier wurde die Gruppe von Pfarrer Hans Speckbacher empfangen und in die Kirche begleitet. Dort spendete er den Pilgersegen.
Den Tränen nah verabschiedete sich Hildegard Deuse aus Stätzling, die zusammen mit ihrem Sohn Manuel elf lange Jahre die organisatorische Leitung der Gruppe 3 übernommen hatte, von den Pilgern. Ihr Sohn Manuel hatte sich bereits in Baldham verabschiedet. Für den langjährigen ehrenamtlichen Dienst erhielten beide minutenlangen Applaus. Nach langwieriger Suche konnte Hildegard Deuse als Nachfolger Christina Neis und Rudolf Loder, beide in Gersthofen wohnhaft, vorstellen.

Von Ernst Treml
altötting3


Ausführliche Nachrichten aus dem Wittelsbacher Land, aus Bayern und der Welt im E-Paper der Aichacher Zeitung. Hier bestellen.

Veröffentlicht am 11.06.2019 23:00 Uhr




 

Drucken   Speichern   Senden    Leserbrief