Aichach    

Ankerzentrum wird Erstaufnahme

Mering (vga) Der Plan der Regierung von Schwaben in Mering eine Außenstelle des Donauwörther Ankerzentrums einzurichten, schlug hohe Wellen. Am Mittwoch trafen sich Vertreter aus dem Landkreis mit Innenminister Joachim Herrmann. Mit den Ergebnissen des Gesprächs sind CSU-Abgeordneter Peter Tomaschko, Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler (SPD) und Landrat Klaus Metzger "mehr als zufrieden". Der Innenminister machte Zugeständnisse.


Laut Pressemitteilung wurde zugesagt, dass man bei der Belegung der neuen Einrichtung in der Hörmannsberger Straße nicht an das Limit von 150 Asylsuchenden gehen wird. Außerdem werde der Zugangsbereich verlegt, die Polizeiinspektion in Friedberg gestärkt und die Polizei vor Ort präsent sein. Zusätzlich wurden Videoüberwachung und ein Rund-um-die-Uhr-Sicherheitsdienst versprochen.
Während bei der Sitzung des Meringer Gemeinderats vergangene Woche noch die Rede davon war, dass die Regierung von Schwaben dort nur alleinreisende Männer unterbringen möchte, und man sich daher keine Sorgen um Kindergarten- oder Schulplätze machen müsse, ist die Zielgruppe nun eine andere: Schwerpunktmäßig sollen Familien aus der Türkei unterkommen, die auch eine Bleibeperspektive haben. Damit geht der Charakter der Unterkunft vom Ankerzentrum eher in Richtung Erstaufnahme. So wird die Einrichtung in der Mitteilung des Landratsamtes nun auch bezeichnet.
Zugesagt hat Herrmann auch, dass die Gumpp-Häuser, die ursprünglich als Asylunterkunft für 60 Flüchtende gebaut wurden und schon länger leer stehen, nun endlich für sozialbedürftigte Einheimische Familien genutzt werden können. Das war bisher am Mietrecht gescheitert.


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Veröffentlicht am 14.03.2019 23:00 Uhr




 

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