Aichach    

Trotz Besucheransturm ruhiger Umzug

Griesbeckerzell (tw) Es war ein würdiges Jubiläum: An die 18 000 Besucher oder mehr nahmen gestern beim 60. Faschingsumzug in Griesbeckerzell teil. Angeführt vom Zeller Narrenschiff zogen 21 Wagen und acht Fußgruppen durch das verrückte Dorf am Rande der Alpen. Sehr zufrieden mit der närrischen Großveranstaltung in Griesbeckerzell zeigte sich BRK-Einsatzleiter Mario Pettinger.

Zwölf Patienten mussten die 32 Einsatzkräfte, darunter zwei Notärzte, versorgen. Neun junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren hatten zu tief ins Glas beziehungsweise die Flasche geblickt. Sie wurden vor Ort versorgt mit Infusionen, bis auf eine "Alkoholleiche", die ins Krankenhaus Aichach eingeliefert wurde, konnten alle ihren Eltern übergeben werden. Ein 17-Jähriger zog sich eine Fußverletzung zu. Laut Polizeichef Erich Weberstetter brach sich der junge Mann den Fuß, als ein Privat-Pkw die Gruppe mit Jugendlichen sehr dicht passierte. Der Vorfall ereignete sich in Edenried, Richtung Griesbeckerzell. Um welchen Wagen es sich genau gehandelt hatte, konnten die jungen Erwachsenen nicht sagen. Entsprechend konnte laut Erich Weberstetter auch der Fahrer noch nicht ermittelt werden. Bis auf kleinere Streitigkeiten blieb der Faschingsumzug friedlich.
Bernhard Höß, Kommandant der Griesbeckerzeller Feuerwehr, lobte die Kräfte des THW und der Feuerwehr für ihren Einsatz. Norbert Bachmann, Erster Präsident von Zell ohne See, erklärte, er sei "sehr, sehr zufrieden". Alle Umzugsteilnehmer seien positiv gestimmt gewesen, viele Besucher hätten ihm zu dem Spektakel gratuliert. In dem Zusammenhang bedankte er sich bei Umzugspräsident Daniel Schacherl, der zusammen mit Gerold Tausend die Veranstaltung souverän moderiert und vorbereitet hatte. Zwar seien insgesamt nur 30 Wagen und Fußgruppen in Griesbeckerzell unterwegs gewesen, so Bachmann. "Dafür ist der Faschingsumzug in Zell qualitativ hochwertig und äußerst farbenfroh."


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Veröffentlicht am 24.06.2019 00:00 Uhr




 

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