Aichach    

Wo einem geholfen wird

Aichach - Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist im Landkreis Aichach-Friedberg ab Donnerstag, 1. November, anders geregelt. Wer dann außerhalb der Praxissprechstunden am Abend und am Wochenende einen Arzt braucht, wählt die Nummer 116 117 und wird dort an eine der Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) verwiesen. Die sind für unsere Region zunächst am Krankenhaus Friedberg und am Augsburger Vincentinum angesiedelt, ab April 2019 auch am Aichacher Krankenhaus.

Wer in Zukunft zu diesen Zeiten ärztliche Behandlung benötigt, braucht nicht mehr zuerst nachzuschauen, welche Praxis gerade Dienst hat, sondern wird an die KVB-Praxen vermittelt beziehungsweise kann direkt dorthin gehen. Dort wird eine medizinische Grundversorgung so weit geleistet, dass der Patient dann bis zur nächsten regulären Sprechstunde am anderen Morgen oder am Montag warten kann. Ist eine intensivere Behandlung notwendig, schickt ihn der diensthabende Arzt ins Krankenhaus. Die KVB-Praxen sind deshalb an Kliniken oder in ihrer direkten Nähe angesiedelt.
In Aichach wird sie im alten Krankenhaus im Eingangsbereich eingerichtet (wir berichteten). Das ist auch der Grund, warum in der Kreisstadt erst im April gestartet werden kann. Erst müssen Umbauarbeiten durchgeführt werden, und die können erst starten, wenn der Umzug in das neue Krankenhaus vollzogen ist. Bis dahin müssen die Menschen aus dem Aichacher Land nach Friedberg fahren.
Patienten, die die zentrale Nummer 116 117 anrufen, wird die nächstgelegene KVB-Praxis genannt; sie können auch angeben, ob sie einen Hausbesuch wünschen. Darüber entscheidet dann der Arzt, der Fahrbereitschaft hat. Denn für medizinische Hausbesuche steht ein Fahrdienst bereit, der die Ärzte an den Einsatzort bringt. Im Gegensatz zu den Öffnungszeiten der KVB-Praxen steht der Fahrdienst die gesamte Nacht zur Verfügung (siehe Kasten). Allerdings gibt es keine Garantie für einen Hausbesuch.
In akuten Notfällen oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist allerdings weiter die 112 zu wählen; dafür sind nach wie vor die Notärzte zuständig.

Von Dr. Berndt Herrmann


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Veröffentlicht am 14.02.2019 22:00 Uhr




 

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