Aichach    

Darstellerin bricht vor Premiere zusammen: Aichacher Volkstheater sagt alle Aufführungen ab

Aichach - "Das ganze Volkstheater steht unter Schock", erklärte Spielleiterin Claudia Flassig am Sonntagvormittag. Die geplante Premierenaufführung zu "Die Nibelungen" am Samstagabend musste abgesagt werden, nachdem eine Hauptdarstellerin rund eine Stunde vor Aufführungsbeginn zusammengebrochen war und mit dem Notarzt abgeholt werden musste. Zunächst war offen, ob die folgenden Aufführungen wie geplant stattfinden können. Gestern Nachmittag war dann klar: Der Gesundheitszustand der Darstellerin lässt das nicht zu, die diesjährigen Aufführungen werden nicht gespielt werden können.


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Die vielen Mühen der vergangenen Monate und die viele Probenarbeit scheinen umsonst. Nach einem Zusammenbruch einer Darstellerin kurz vor der Premiere musste das Aichacher Volkstheater die diesjährige Saison für abgesagt erklären. Können die Aufführungen nicht doch noch kommendes Jahr nachgeholt werden, ist mit einem Verlustgeschäft in fünfstelliger Höhe zu rechnen. Foto: privat


Die Darstellerin befand sich gerade in der Maske, als sie ihre Kräfte verließen. Sie wurde umgehend ins Zentralklinikum nach Augsburg gebracht, später dann nach Aichach verlegt.
Ob dem Zusammenbruch eine Überlastung oder andere gesundheitliche Probleme zugrundeliegen, war unklar. Das Team des Volkstheaters verbrachte am Samstagabend laut Claudia Flassig "eine Premierenfeier der anderen Art" und machte sich viele Gedanken, wie es weitergehen könnte.
Flassig wollte zunächst nach eigenen Angaben optimistisch bleiben und hoffte, dass die weiteren Aufführungen gespielt werden könnten. Mitte der Woche wollte das Theaterteam der Öffentlichkeit Bescheid geben, wie weiter verfahren wird.
Als die Darstellerin aber gestern wegen erneuter gesundheitlicher Beschwerden wieder ins ZK eingeliefert werden musste, blieb dem Volkstheater nur noch eines übrig: "Wir müssen die Saison komplett absagen", erklärte Claudia Flassig der AICHACHER ZEITUNG am Telefon. "Es fließen sehr viele Tränen", machte sie deutlich.
Am Samstag, 25. November, von 17 bis 18 Uhr können in der TSV-Halle im Vorverkauf erworbene Theaterkarten zurückgegeben werden, man bekommt sein Geld dann in bar zurück. Wer zu diesem Termin keine Zeit hat, soll sich mit Stefan Dauber unter der Telefonnummer 0178/303 29 07 in Verbindung setzen.

Von Nayra Weber

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Das Theaterteam um Spielleiterin Claudia Flassig, Regisseurin Dagmar Franz-Abbott und Darsteller Stefan Dauber (von rechts) steht unter Schock Foto: Nayra Weber



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Veröffentlicht am 20.11.2017 12:00 Uhr