Aichach    

Ein reges Kommen und Gehen: Migration und Integration

Aichach - "Internationalität gehört heute dazu", sagte Bürgermeister Klaus Habermann kürzlich bei dem Vortrag "Migration und Integration gestern und heute" im Aichacher Stadtmuseum. Die von der Volkshochschule Aichach-Friedberg angebotene Veranstaltung war zwar nur spärlich besucht, behandelte jedoch ein Thema, mit dem man heute wie früher immer wieder konfrontiert wird. In mittelalterlichen Strukturen war Integration leichter.

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Migration und Integration sind zwei Begriffe, welche für die meisten Bürger Hand in Hand gehen - wer emigriert, muss sich auch integrieren. Der Begriff Integration stellt die Menschen allerdings immer wieder vor Probleme.
Doch gehen wir zunächst einen Schritt zurück und betrachten die Vergangenheit: Stadtarchivar Christoph Lang präsentierte in der ersten Hälfte des Vortrags einen geschichtlichen Abriss der Stadt Aichach. Er erklärte, wie eine Stadt eigentlich entsteht und zeigte, dass bereits 10 000 Jahre vor Christus die ersten Siedlungsspuren in der Region aufzufinden sind. Im Laufe der Jahrtausende kamen die Kelten, die Römer, die Germanen und die Bajuwaren aus Böhmen in das Gebiet des heutigen Landkreises und als diese Völkerwanderung ein Ende fand, ergab sich eine bunte Mischung, die wir heute als "das bayerische Volk" bezeichnen. Bereits unsere Vorfahren waren also eine bunte Mischung verschiedener Abstammungen.
Ab dem Mittelalter lassen sich dann auch die ersten Schriftzeugnisse für die Siedlungen in und um Aichach feststellen. Überhaupt war das Mittelalter eine viel mobilere Gesellschaft, als wir uns vorstellen, denn die Menschen waren viel unterwegs, um Handel zu betreiben. Allerdings dauerten solche Reisen länger als heute, da man ja zu Pferd, beziehungsweise zu Fuß unterwegs war. "Es lassen sich sogar Beziehungen zum Pariser Hof belegen", erzählte Christoph Lang euphorisch. Dadurch waren viele Herzöge und Kaufmänner auf der Durchreise, die wiederum ihr Gefolge dabei hatten, um in der Stadt Aichach Geld zu verdienen. Und wie es nun einmal so ist, konnte es auch sein, dass es einigen der Durchreisenden hier so gut gefiel oder die Aichacher Madln so schön waren, dass sie schlichtweg hier blieben.
"Es herrschte ein reges Kommen und Gehen", so der Stadtarchivar. Denn Aichach blieb vom 30-jährigen Krieg, den Napoleonischen Kriegen und anderen Eroberungen und Plünderungen nicht verschont, und so verließen einige Ortsansässige die Stadt, um beispielsweise in München Zuflucht zu suchen. Zu- und Abwanderung sind und waren schon immer von der Wirtschaftslage und der allgemeinen politischen Situation abhängig.

Von Kristina Blum

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Veröffentlicht am 11.08.2017 23:00 Uhr




 

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