Affing    

Wasser wird in Affing demnächst teurer

Affing - Wasser ist billig in Affing, zu billig. Aktuell kostet der Kubikmeter 87 Cent, das ist so günstig wie kaum wo in der Region. Dass das nicht so bleiben kann, war in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag unstrittig. In den vergangenen vier Jahren kam ein Defizit von 263 000 Euro zustande. Doch wie und wann die Gebühren angehoben werden, wurde noch nicht entschieden. Denn das Defizit ist nicht das einzige Problem: In den kommenden Jahren stehen große Investitionen an den Brunnen und am Hochbehälter an.


Aktuell erstellt ein Ingenieurbüro ein Wasserstrukturkonzept, um die Generalsanierung vernünftig angehen zu können. Im Investitionsplan, der im Juni mit dem Haushalt verabschiedet wurde, stehen rund sechs Millionen Euro, die bis 2024 anfallen könnten.
Wenn es so schnell geht. Das allerdings sei schwer vorherzusehen, wie Verwaltungsleiter Bernhard Frank anmerkte. Wie die Gemeinde diese anstehenden Investitionen wieder einnehmen will, das muss noch diskutiert werden - und hat nach der Ansicht einiger Gemeinderäte auch Auswirkungen auf die aktuelle Anhebung der Wassergebühr. Die wird in der Regel für vier Jahre kalkuliert. So hatten etwa Gerhard Faltermeier (WG M-B) und Kaspar Wallner (HWG) die Sorge, dass man die Wassergebühr in ein, zwei Jahren nicht erneut anpassen könne, wenn man sie jetzt erhöhe. Denn dann hätte man sich - schon vor der Diskussion und einem Gemeinderatsbeschluss - festgelegt, dass die Investitionen über Verbesserungsbeiträge wieder in die Gemeindekasse fließen. Das wollen aber nicht alle. Faltermeier fühlte sich bei dem Gedanken, alles über Verbesserungsbeiträge zu finanzieren, "sehr unwohl"; über den Daumen kam er auf einen Betrag von 1200 Euro pro Einwohner. Deshalb wollte er auf eine "Globalkalkulation" warten.
"Wenn wir wirklich nicht früher anpassen können, dann schießen wir mit der heutigen Erhöhung einen Bock", meinte auch Georg Engelhard (CSU), der zunächst dafür plädiert hatte, die Gebühr jetzt anzuheben, um das Defizit der vergangenen Jahre wieder reinzuholen. Ob schon in einem Jahr wieder neu kalkuliert werden könne, konnte Bernhard Frank nicht aus dem Stand beantworten, dazu müsse er erst Kommentare und Urteile zum Kommunalabgabengesetz wälzen. Das will er nun bis zu nächsten Sitzung erledigen. Die Erhöhung des Wasserpreises wurde vertagt.
Zuvor hatte Frank die Kalkulation für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Die Gebühr setzt sich aus einem Kubikmeterpreis für das Wasser und einer Anschlussgrundgebühr zusammen. Aktuell kostet der Kubikmeter 87 Cent. Um, wie vorgeschrieben, kostendeckend zu sein, hätten 1,07 Euro erhoben werden müssen. Würde man in den kommenden vier Jahren 1,22 Euro für den Kubikmeter verlangen und die Grundgebühr von 24 auf 48 Euro anheben, könnte die Wasserversorgung kostendeckend arbeiten und das Defizit würde wieder hereingeholt. Dasselbe Ziel würde bei einem Kubikmeterpreis von 1,29 Euro und einer Grundgebühr von 36 Euro erreicht, genauso wie bei einem Wasserpreis von 1,35 Euro. Dann könnte die Grundgebühr bei 24 Euro bleiben. Wie Frank erklärte, seien in dieser Kalkulation bis 2024 keine Investitionen einberechnet, weil es noch keine belastbaren Zahlen gebe.
Fest steht also: Die Affinger werden bei der Wasserversorgung in den kommenden Jahren stärker zur Kasse gebeten. Wie genau, darüber muss sich der Gemeinderat noch einigen. Die Kalkulation der Abwassergebühr steht wegen Plausibilitätsdefiziten bei der vorherigen Kalkulation noch aus, berichtete Frank. Sanierung der Brunnen und des Hochbehälters steht an Gebühren fallen bei der Wasserversorgung beim Verbrauch an: Sprich, je mehr Wasser aus meiner Leitung kommt, desto höher sind die Kosten. Gebühren fallen bei der Wasserversorgung beim Verbrauch an: Sprich, je mehr Wasser aus meiner Leitung kommt, desto höher sind die Kosten. Gebühren fallen bei der Wasserversorgung beim Verbrauch an: Sprich, je mehr Wasser aus meiner Leitung kommt, desto höher sind die Kosten.

Von Verena Heißerer


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Veröffentlicht am 13.10.2021 15:53 Uhr