Affing    

Herausragender Mensch und Priester

Bei der Bestattungsfeier für den Bischöflich Geistlichen Rat Jakob Zeitlmeir (kleines Foto) am Freitag strahlte die Sonne vom Himmel. Die zahlreichen Trauergäste in Anwalting und Gebenhofen fühlten sich beim Abschied so auch an das strahlende Gesicht des Verstorbenen erinnert, der mit seiner Fröhlichkeit und seinem Humor als Priester alte und junge Menschen begeistern konnte.


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Die Beliebtheit von Pfarrer Jakob Zeitlmeir spiegelte sich bei der Trauerfeier in der großen Anzahl der Vereinsfahnenabordnungen wider. Eine Kameraden-Ehrenabordnung der Feuerwehr begleitete den Verstorbenen auf seinem letzten Weg zum Priestergrab in Gebenhofen. Fotos: Erich Hoffmann


Dekan Stefan Gast (Inchenhofen) Gemeindepfarrer Max Bauer (Affing), Dompfarrer Armin Zürn (Augsburg) und Pfarrer Wolfgang Kretschmer (Nördlingen) zelebrierten im Beisein von 20 Mitbrüdern das feierliche Requiem. Viele Vereine und Organisationen flankierten die Aussegnung, den Rosenkranz, die Totenmesse und die Beerdigung mit ihren Fahnen, Standarten und Bannern.
Der aktive Ruhestandsgeistliche ist am 14. September im Alter von 91 Jahren in Aichach verstorben. Jakob Zeitlmeir wurde am 2. Juni 1930 in Anwalting geboren und am 29. Mai 1960 in Dillingen zum Priester geweiht. Dekan Stefan Gast betonte in seiner Predigt, dass der Verstorbene stets jedem Menschen mit Ehrfurcht und Interesse begegnet sei. Zeitlmeir zählte zu den prägenden Priestergestalten im weiten Umland. Er, so Gast, wollte als Priester immer bei den Menschen sein und ihnen in Freud und Leid, Freude, Trost und Hoffnung spenden. Zeitlmeir packte an, engagierte sich und war für Alt und Jung ein beliebter Ansprechpartner. "Er gab dem Wort Christi eine Stimme und war mit seinem freudigen Humor und Witz ein Brückenbauer in unserer Gesellschaft", so Gast. Sein Spruch: "Keine Feier ohne Zeitlmeir", wird den Menschen noch lange in Erinnerung bleiben.
Auch als Aushilfspfarrer in Sankt Franziskus und Christkönig in Augsburg, als Kaplan und Stadtpfarrer von Nördlingen und Pfarrer von Denklingen konnte der Verstorbene auf ein fruchtbares Wirken zurück blicken. Bis zu seinen letzten Lebenstagen, in denen er sich per Videobotschaft verabschiedete, spürten alle, die mit ihm zu tun hatten, seine Liebenswürdigkeit, sagte der Dekan.
Zur letzten Ruhestätte im Priestergrab in Gebenhofen begleiteten Jakob Zeitlmeir die Feuerwehrkameraden aus Anwalting und Gebenhofen.
Affings Bürgermeister Markus Winklhofer sagte in seinem Nachruf, mit seiner Lebenseinstellung habe Jakob Zeitlmeir viele Menschen inspiriert. "Seine Fröhlichkeit war ansteckend und mit ihr gelang es dem Verstorbenen, allen Menschen das Herz für den Glauben zu öffnen." Jakob Zeitlmeir sei ein wichtiger Teil von Affing, Anwalting, Gebenhofen gewesen. In allen Gemeindeteilen habe er es verstanden, immer einen Blick dafür zu haben, zu wem er spricht. Im Juni wurde ihm die Bürgermedaille der Gemeinde Affing in Gold verliehen.
"Wahre Freundschaft soll nicht wanken", mit diesem Volkslied verabschiedete eine Blaskapelle zum Ende der Trauerfeierlichkeiten einen herausragenden Menschen und Priester. 

Von Erich Hoffmann


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Im Priestergrab auf dem Gebenhofener Friedhof fand Jakob Zeitlmeir seine letzte Ruhe, Dekan Stefan Gast segnete die Grabstätte.


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Veröffentlicht am 19.09.2021 17:41 Uhr