Affing    

Kein Beitrag für Notbetreuung

Affing - Die Berechnung ist kompliziert, die Vorgaben des Freistaats auch. Es geht um die Elternbeiträge für Kinder, die während des Corona-Lockdowns die Notbetreuung in einer Kindertagesstätte besucht haben - oder eben nicht.


Für die Kinder, die nicht betreut wurden, erhalten die Träger eine Ersatzzahlung vom Freistaat. Das gilt aber nur für Monate, in denen das Kind nicht einen Tag in der Einrichtung war. In Affing beläuft sich dieser staatliche Corona-Zuschuss für nicht anwesende Kinder auf etwa 69 000 Euro.
Unabhängig davon empfahl Verwaltungsleiter Bernhard Frank dem Gemeinderat am Dienstag auch, auf mögliche Elternbeiträge für Kinder, die anwesend waren, in Höhe von etwa 16 000 Euro zu verzichten; zum einen aus Kulanz-Gründen den Systemrelevanten gegenüber, zum anderen, um Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Ein Lockdown sei in den mit den Eltern geschlossenen Verträgen nicht erfasst.
Der Gemeinderat war einstimmig dafür, keine Beiträge zu erheben. Kaspar Wallner regte aber an, bei der Rechtsaufsicht nachzufragen, ob die Kommune das überhaupt dürfe. vga



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Veröffentlicht am 17.09.2020 16:52 Uhr



 
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