Affing    

Leidig lange Sitzungen

Affing - Dass es am Dienstag ein langer Abend in Affing werden würde, war schon beim Blick auf die Tagesordnung klar. Von Beginn an drückten alle aufs Tempo, kurz vor Mitternacht war das öffentliche Programm nach fünf Stunden Sitzung abgearbeitet. Immer wieder ist die Sitzungsdauer Thema im Affinger Rat, am Dienstag kam es gleich mehrfach zur Sprache.


Etwa bei der Diskussion um das Sitzungsgeld für die Gemeinderäte, die wiederum in einen Exkurs über das digitale Ratsinformationssystem abschweifte. Als Technikfragen verschoben waren, lagen drei Anträge zum Sitzungsgeld auf dem Tisch: Bürgermeister Markus Winklhofer wollte es wie bisher bei 35 Euro pro Sitzung und 20 Euro pro Ortstermin belassen. Josef Schmid plädierte für 50 und 25 Euro, Rudi Fuchs wollte 7,50 Euro pro angefangene halbe Stunde. "Das soll den Bürgermeister und die Verwaltung dazu bringen, die Sitzung anders vorzubereiten, damit es schneller geht", begründete Fuchs seinen Vorschlag, der sich mit 15:6 Stimmen durchsetzte.
Dass Sitzungen um 22.30 Uhr beendet sein sollen, steht in der neuen Geschäftsordnung nicht mehr. Das war Anlass für Josef Schmid, die Problematik noch einmal grundsätzlich anzusprechen. "Das gibt es sonst nirgends, das kann nicht sein", klagte Schmid. Winklhofer meinte, für die Dauer sei nicht nur die Sitzungsleitung verantwortlich. Außerdem habe man durch die Erhöhung der Wertgrenzen, über die der Bürgermeister laut Geschäftsordnung verfügen kann, nun auch dafür gesorgt, die Tagesordnung künftig zu verschlanken. vga


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Veröffentlicht am 03.06.2020 15:29 Uhr



 
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